Kuhn fährt in Middelkerke auf Superprestige-Podest

Wyseure schlägt Vanthourenhout, der für Eklat sorgt

Von Kevin Kempf

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Joran Wyseure gewinnt die Superprestige in Middelkerke. | Foto: Cor Vos

05.11.2026  |  (rsn) - Joran Wyseure (Crelan – Corendon) hat in Middelkerke das zweite Wertungscross seiner Karriere gewonnen. Im Nachtrennen ging er mit fünf Mitstreitern auf die Schlussrunde, in der er sich als der Stärkste herauskristallisierte. Michael Vanthourenhout (Pauwels Sauzen – Altez) wurde Zweiter und sorgte nach dem Zieleinlauf für einen Eklat. Kevin Kuhn (Heizomat – Cube) komplettierte das Podium, Cameron Mason (777) wurde vor Jente Michels (Alpecin – Premier Tech) Vierter.

Nach dem Sieg im HG Cross in Heerde konnte Wyseure zum zweiten Mal in dieser Saison jubeln. Vor zwei Jahren feierte er bei der Superprestige in Ruddervoorde seinen ersten Triumph in einem Wertungscross, letzte Saison war er lediglich beim Exact Cross in Meulebeke der Beste.

Vanthourenhout geriet im Rennen mit Mason aneinander. Obwohl der 777-Profi bei einem Überholvorgang - bei dem der Belgier einen Rempler austeilte und dann selbst stürzte - nichts verkehrt gemacht hatte, regte sich der Vanthourenhout sofort über seinen Kontrahenten auf. Als die beiden wenig später wieder aufeinandertrafen, rief der Pauwels-Sauzen-Fahrer seinem Gegner etwas zu. Im Ziel fuhr er direkt zum Briten, gab ihm einen Schubser und warf ihm ein “Fuck you“ an den Kopf.

Thibau Nys (Baloise – Het Poetsbureau Lions) und Joris Nieuwenhuis (Heizomat – Cube) verzichteten mit Blick auf ihr EM-Rennen am Sonntag auf einen Start in Middelkerke.

Lukas Herrmann (Heizomat – Cube) war der einzige Deutsche im Rennen, das er auf Platz 23 beendete.

Im Klassement bleibt Vanthourenhout an der Spitze. Fünf Punkte hinter dem Weltranglistenvierten liegt Wyseure vor dem punktgleichen Kuhn. Der dritte Lauf der Superprestige wird am 11. November beim Jaarmarktcross in Niel ausgetragen.

So lief die Superprestige Middelkerke:

Nach einer eher gemächlichen Auftaktrunde schlich sich im zweiten Umlauf Gerben Kuypers (Pauwels Sauzen – Altez) davon. In der 3. Runde kam eine große Gruppe unter Leitung von Mason wieder heran. Der Britische Meister machte direkt weiter Druck und setzte sich mit Kuypers, dessen Kapitän Vanthourenhout, Wyseure, Kevin Kuhn (Heizomat – Cube), Michels und Felipe Orts (La Vila Joiosa – Euskadi) ab.

Dieses Septett absolvierte die fünfte und sechste von zehn Runden gemeinsam. Im siebten Umlauf machte Wyseure Ernst. Vanthourenhout und Kuhn konnten seinem Tempo folgen und fuhren ihm davon, als der Crelan-Profi an den Balken stürzte. Weder Vanthourenhout noch Kuhn konnten oder wollten nun aber durchziehen, sodass das Septett wieder zusammenkam.

Wyseure setzte sich wieder an die Spitze und machte es dem Rest schwer. Vanthourenhout legte sich mit Mason an und stürzte, der Brite tat es dem Belgier an den Balken gleich. So löste sich Wyseure, der eingangs der 9. Runde zwei Sekunden vor Kuhn lag. Der Schweizer hatte einen kleinen Vorsprung vor dem Rest der Gruppe. Als Wyseure in einer Kurve wegrutsche, kam Kuhn zurück zum Spitzenreiter und Michels brachte auch Kuypers, Vanthourenhout und Mason wieder heran.

Dieses Sextett ging gemeinsam auf die Schlussrunde. Auf dem technischen Kurs gab es kaum Möglichkeiten zum Überholen. Wyseure bestimmte das Tempo vor Vanthourenhout und Kuhn. Dieses Trio setzte sich ein wenig ab, doch Positionsverschiebungen gab es im letzten Umlauf keine einzige mehr.

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