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06.11.2026 | (rsn) – Beim Giro d'Italia und auch anderen Rennen von Veranstalter RCS Sport könnte es künftig Zugangsbeschränkungen zu neuralgischen Streckenpunkten geben. Das bestätigte der neue Giro-Boss Luca Guercilena am Rande der Streckenpräsentation der Italien-Rundfahrt 2027 in Rom gegenüber dem italienischen Radsportportal Bicisport.
Gleichzeitig nahm der Italiener den Fans aber die Befürchtung, dass das mit der Einführung kostenpflichtiger Tickets einhergehe, wie es mehrere Teamchefs in den vergangenen Jahren mehrfach vorgeschlagen hatten.
Vielmehr stehe die sichere Durchführung der Rennen im Vordergrund, wenn man über Zugangsbeschränkungen rede. Diese Debatte wurde vor allem nach der ersten der beiden Alpe d'Huez-Etappen bei der Tour de France in diesem Jahr angeheizt, als ein UAE-Teamfahrzeug wegen eines auf die Straße gestürzten Fans abrupt stoppen musste und der unmittelbar hinter dem Auto fahrende Kolumbianer Einer Rubio (Movistar) ungebremst in die Heckscheibe krachte, wobei er sich zahlreiche Schnittwunden im Gesicht zuzog.
"Wir denken über limitierte Plätze für Fans in all unseren Rennen nach. Das ist nicht leicht, aber wir arbeiten da auf jeden Fall dran", sagte Guercilena, der im Sommer seinen Posten als Teamchef bei Lidl – Trek niederlegte und anschließend die Rolle als Renndirektor bei RCS Sport angetreten ist.
Bei Il Lombardia im Oktober ließ man die Fans zum entscheidenden Anstieg von San Fermo della Battaglia bereits nur kontrolliert hinauf. Am Fuß der Rampe gab es eine Fan-Zone und an den Anstieg selbst ließ man nur eine limitierte Anzahl an Zuschauern. Ähnliche Szenarien sind beispielsweise auch an der Cipressa oder dem Poggio bei Mailand-Sanremo, an den Schottersektoren von Strade Bianche, etwa an dem stets mit engem Menschenspalier gesäumten Le Tolfe, oder auch bei der letzten Giro-Bergankunft am Monte Zoncolan vorstellbar.
"Bei Il Lombardia haben wir den Zugang zu San Fermo limitiert, um den Fans die bestmögliche Chance zu geben, das Rennen zu sehen und gleichzeitig sicherzustellen, dass die Fahrer den Anstieg sicher hochkommen", so der 53-Jährige, der aber auch betonte, dass kostenpflichtige Tickets in diesen Planungen derzeit keine Rolle spielen.
"Momentan ist die Idee, alles weiterhin kostenfrei zu halten für die Fans", versprach Guercilena und erklärte: "Wenn wir in Betracht ziehen, eine Gebühr an bestimmten Orten einzuführen, müssen wir auch garantieren, dass wir den Fans und Kunden dort etwas Besonderes bieten. Wenn man etwas anbietet, muss es gut genug sein, um den Preis zu rechtfertigen. Für den Moment ist unser Radsport weiterhin frei zu sehen. Und wenn es dann besondere Momente oder Events gibt, die kreiert werden, werden wir über Dinge nachdenken."
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