„Ich will das Maximum"

Contador im Angriffsmodus

Von Daniel Brickwedde

Foto zu dem Text "Contador im Angriffsmodus"
Alberto Condator (Tinkoff) | Foto: Cor Vos

08.09.2016  |  (rsn) - Klein beigeben, das ist nicht die Sache von Alberto Contador (Tinkoff). Angreifen, attackieren, unbequem sein, das ist eher die Welt des Spaniers – egal, ob er am Ende für den Kraftaufwand bezahlen muss. Auch auf dem Weg zur vorletzten Bergankunft dieser Vuelta a Espana der 17. Etappe zum kurzen, extrem steilen Alto Mas de la Costa (1. Kategorie) war es wieder Contador, der als Erster der Favoriten sein Heil in der Flucht suchte.

„Wir verbrachten viel Zeit uns gegenseitig zu beobachten und zu warten, ob jemand anderes einen Moment der Schwäche zeigt“, berichtete Contador. “Im Mas de la Costa sah ich dann Froome etwas weiter zurück, also attackierte ich" so der Spanier weiter.

Doch seine Attacke zwei Kilometer vor dem Ziel blieb nicht lange alleine, schnell schlossen Nairo Quintana (Movistar) und Esteban Chaves (Orica-BikeExchange) zu ihm auf, wenig später schaffte dann auch Chris Froome (Sky) den Anschluss. „Bei diesen wirklich steilen Anstiegen ist es wirklich schwer, eine Lücke aufzumachen“, erklärte Contador.

Attackieren, das tat Contador schön häufiger bei dieser Vuelta. Allerdings schafften andere Fahrer immer wieder den Anschluss und ließen den 33-Jährigen zum Ziel noch stehen. Der Punch früherer Jahre ist ihm mittlerweile abhandengekommen. Zumindest musste Contador dieses Mal aber keine weiteren Zeiteinbußen hinnehmen. Eine späte Tempoverschärfung von Chaves hielt er Stand und führte das Quartett schließlich geschlossen 3:27 Minuten hinter Tagessieger Mathias Frank über die Ziellinie. „Um ehrlich zu sein, es war heute kein schlechter Tag. Meine Beine fühlen sich wirklich gut an“, kommentierte er sein Ergebnis.

In der Gesamtwertung heißt das unmittelbare Ziel derzeit Platz drei und der Sprung auf das Podium: Esteban Chaves liegt nur fünf Sekunden vor dem Spanier (+4:02). Doch Contador wäre nicht Contador, wenn er nicht auch auf Größeres schauen würde: „Ich denke nicht über das Podium nach. Ich nehme die Dinge Tag für Tag und gebe mich bis zur Ziellinie in Madrid mit nichts zufrieden. Ich kämpfe für das Maximum.“

Der nächste Schlagabtausch in der Gesamtwertung findet im Kampf gegen die Uhr statt. Den Kurs des 37 Kilometer langen Zeitfahrens der 19. Etappe nach Calpe bezeichnet Contador allerdings als extrem kompliziert und sehr technisch. Angreifen wird er aber auch da.

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