Vuelta-Aufgabe nach Zeitfahr-Sturz

Sanchez: "Schwer zu akzeptieren"

Von Daniel Brickwedde

Foto zu dem Text "Sanchez:
Samuel Sanchez (BMC) | Foto: Cor Vos

10.09.2016  |  (rsn) Aus und vorbei. Die Vuelta a Espana endete für Samuel Sanchez (BMC) dramatisch nach der 19. Etappe. Aussichtsreich als Siebter im Gesamtklassement in das 37 Kilometer lange Zeitfahren nach Calp gestartet, kam der Spanier gegen Ende der Prüfung zu Fall. Arg lädiert rollte er zwar noch über die Ziellinie, wenige Stunden später wurde aber sein Aus bei der Vuelta verkündet.

"Sanchez wurde nach seinem Unfall direkt ins Krankenhaus gebracht, wo weitere Röntgenaufnahmen gemacht wurden", berichtete der Teamarzt von BMC, Daniele Zaccaria, nach dem Rennen. "Wenn man den Unfall betrachtet, hat er Glück gehabt, dass nichts gebrochen ist. Seine Hauptverletzung ist eine Verrenkung des Schultereckgelenks. Aber er hat auch heftige Prellungen davongetragen und ist nicht in der Lage, normal zu gehen. Er wurde auch noch einer Kopfuntersuchung aufgrund von wiederkehrendem Schwindelgefühl untergezogen – aber ohne Befund", so Zaccaria weiter.

Sanchez hatte sieben Kilometer vor dem Ziel in einer Kurve die Kontrolle über sein Rennrad verloren und war zu Boden gegangen. "Die Straße war eng und in zwei geteilt. Ausgangs der Kurve war er sehr schnell und sein Reifen rutschte weg. Ich sah sofort, dass es ein böser Sturz war", so sein Sportlicher Leiter Valeria Piva. Das Rad von Sanchez war zerstört und der Spanier bekam ein neues ausgehändigt. Doch an ein weiterfahren war nicht zu denken. Der 38-Jährige quälte sich mit einem Rückstand von 6:29 Minuten ins Ziel und fiel in der Gesamtwertung vorübergehend auf Platz zwölf zurück. Am Ende des Tages war seine Vuelta ganz vorbei.

"Im Moment ist der körperliche Schmerz nichts im Gegensatz zu meinem seelischen Schmerz. Ich war zwei Tage vor dem Ende der Rundfahrt und wir haben viele Opfer bis hierhin gebracht. Ich weiß, so ist der Radsport – aber es ist trotzdem schwer zu akzeptieren", wurde Sanchez von seinem Team zitiert. Laut Teamarzt Zaccaria muss er eine Woche ohne sein Rad verbringen. Sanchez plant seine Rückkehr ins Renngeschehen für den Oktober.

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