DVV Trofee in Essen

Zwölfter Saisonsieg: Cant jubelte beinahe zu früh

Von Felix Mattis

Foto zu dem Text "Zwölfter Saisonsieg: Cant jubelte beinahe zu früh"
Sanne Cant (IKO Enertherm-Beobank) | Foto: Cor Vos

11.12.2016  |  (rsn) - Sanne Cant (IKO Enertherm-Beobank)hat im belgischen Essen ihren zwölften Saisonsieg gefeiert. Die 26-jährige Cross-Spezialistin aus Antwerpen entschied 30 Kilometer nördlich ihrer Heimatstadt direkt an der niederländischen Grenze den vierten von acht Läufen der DVV Verzekeringen Trofee für sich. Allerdings war es bis zum Schluss spannend: Erst das Zielfoto zeigte, dass die Belgierin ihr Vorderrad einen Tick vor der Niederländerin Sophie de Boer (Kalas-NNOF) über den Zielstrich geschoben hatte. Auch dahinter blieb es eng: Weltmeisterin Thalita de Jong (Rabo-Liv) wurde mit nur einer Sekunde Rückstand Dritte und verteidigte so ihre Führung in der Gesamtwertung.

"Ich habe nicht gesehen, dass Sophie am Ende noch so nah kam", sagte Cant, die bereits zu jubeln begonnen hatte, als ihre niederländische Kontrahentin mit einer hohen Endgeschwindigkeit im Sprint doch noch auf gleiche Höhe zog und nur knapp unterlag. "Zum Glück hat es gereicht", so Cant erleichtert.

Im Verlauf des Rennens hatte zunächst de Jong das Tempo angezogen, wurde dann aber wegen eines Defekts zurückgeworfen. Bei trockenen Bedingungen erlaubte der Kurs von Essen ein sehr hohes Tempo und so war es für die Weltmeisterin schwer, wieder an die Spitzengruppe um Cant, de Boer, Ellen Van Loy, Maud Kaptheijns und Laura Verdonschot heranzukommen. Etwa zur Rennmitte gelang es aber und sofort ging die Niederländerin erneut in die Offensive - erfolglos. Alle Angriff wurden abgewehrt.

Es lief also auf einen Sprint einer großen Gruppe heraus und Cant fuhr als erstes durch die Schlusskurve - mit de Jong direkt hinter sich. Doch die Weltmeisterin hatte erneut Probleme, diesmal beim Schalten. Sie verlor zwei Radlängen und 300 Meter vor dem Ziel sah Cant daher wie die sichere Siegerin aus, bis eben auf den letzten Metern de Boer noch einmal gefährlich nahe kam.

Ergebnis:
1. Sanne Cant (IKO Enertherm-Beobank) 44:56 Minuten
2. Sophie de Boer (Kalas-NNOF) s.t.
3. Thalita de Jong (Rabo-Liv) + 0:01
4. Maud Kaptheijns (Team Steylaerts) + 0:04
5. Ellen Van Loy (Telenet-Fidea) + 0:06
6. Laura Verdonschot (Marlux-Napoleon Games) + 0:07
7. Kaitlin Antonneau (Cannondale) + 0:09
8. Emma White (USA) + 0:10
9. Nikki Brammeier (Boels-Dolmans) + 0:13
10. Loes Sels (Telenet-Fidea) + 0:17

Gesamtwertung:
1. Thalita de Jong (Rabo-Liv) 3:03:09 Stunden
2. Sanne Cant (IKO Enertherm-Beobank) + 2:05 Minuten
3. Jolien Verschueren (Telenet-Fidea) + 2:17
4. Sophie de Boer (Kalas-NNOF) + 2:37
5. Maud Kaptheijns (Team Steylaerts) + 4:08

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