Labor in Lausanne hat Blutbeutel untersucht

Operacion Puerto: Werden bald weitere Fuentes-Kunden bekannt?

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| Foto: Cor Vos

28.12.2016  |  (rsn) – In den kommenden Wochen könnten die Namen derjenigen Athleten bekanntgemacht werden, die sich in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrzehnts beim Madrider Gynäkologen Eufemiano Fuentes zu Dopingzwecken EPO-Kuren unterzogen hatten.

Nach einem Bericht der spanischen Zeitung El Pais hat das Anti-Doping-Labor von Lausanne in den vergangenen Monaten an der Identifizierung der mit Code-Namen versehenen Blutbeutel gearbeitet, von denen mindestens 20 zu Radprofis gehören könnten. Im Zuge der „Operacion Puerto“ waren 2006 Wohnungen von Fuentes, der 2016 in Spanien von allen Vorwürfen freigesprochen wurde, und dem ebenfalls in den Skandal verwickelten José Luis Merino Batres mehr als 200 Blutbeutel gefunden worden, von denen mehrere Spuren von EPO enthielten.

Bisher sind nur die Namen einer kleineren Anzahl von Fuentes-Kunden bekannt. An erster Stelle Jan Ullrich, Ivan Basso, Alejandro Valvedre oder Michele Scarponi (der noch aktiv ist und bei Astana unter Vertrag steht). Zuletzt hat der Niederländer Thomas Dekker im Zuge seines umfangreichen Dopinggeständnisses erklärt, dass es sich bei ihm um „Clasicomano Luigi“ handelt.

Nach jahrelangem juristischen Tauziehen hatte ein spanisches Gericht 2013 entschieden, dass die Blutbeutel vernichtet werden sollten. Doch dagegen legten der Spanische Radsportverband (RFEC), die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA sowie das Italienische Olympische Komitee CONI erfolgreich Einspruch ein, woraufhin die Blutbeutel zur Feststellung der Identitäten ausgehändigt werden mussten.

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