Die Teams der 104. Tour de France

Katusha-Alpecin: Fast alles ist neu

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Katusha-Alpecin | Foto: Cor Vos

27.06.2017  |  (rsn) - radsport-news.com stellt alle 22 Teams der 104. Tour de France vor, die am 1. Juli mit einem 14 Kilometer langen Einzelzeitfahren in Düsseldorf beginnt. Dafür stellt Katusha-Alpecin den Top-Favoriten.

KATUSHA-ALPECIN

Land: Schweiz
Hauptsponsor: Itera, Gazprom, Russische Unternehmensgruppe
Branche: Gas
Teamchef: José Azevedo
Radausrüster: Canyon

Das Tour-Aufgebot: Marco Haller (AUT), Reto Hollenstein (SUI), Robert Kiserlovski (CRO), Alexander Kristoff (NOR), Maurits Lammertink (NED), Tiago Machado (POR), Tony Martin (GER), Nils Politt (GER), Rick Zabel (GER)

Rückblick 2016: Die Glanzpunkte kamen erst gegen Ende der Tour. Der Beginn war dagegen ernüchternd: Gleich auf der 1. Etappe verlor das Team mit Michael Morkov einen wichtigen Anfahrer von Sprinter Alexander Kristoff. Arg lädiert kämpfte sich Morkov bravourös zwar noch bis in die Pyrenäen, dem Team konnte er aber keine große Unterstützung mehr sein. Für Kristoff folgten eine Reihe von knappen Niederlagen: In Bern sah der Norweger sich endlich als Sieger, ehe das Foto-Finish den Ausschlag für Peter Sagan gab. Die Schlussetappe in Paris beendete er ebenfalls als Geschlagener auf Platz drei.

Die Bilanz des Teams retteten schließlich Ilnur Zakarin mit seinem Etappensieg in Finhaut-Emosson und Joaquim Rodriguez mit einer späten Attacke auf der letzten Alpenetappe, die ihn noch auf Platz sieben in der Gesamtwertung nach vorne brachte. Für den 37-jährigen Spanier war es zudem die letzte Tour de France. Sein Karriereende gab Rodriguez unter Tränen am ersten Ruhetag in Andorra bekannt.

Ausblick 2017: Fast alles ist neu: Die Lizenz ist nicht mehr russisch, sondern schweizerisch, der neue Co-Sponsor heißt Alpecin und auch der Kader befindet sich im Umbruch. Das führt mit dazu, dass gleich drei deutsche Profis im Aufgebot für die Tour stehen. Während Nils Politt und Rick Zabel ihre Premieren feiern, steht Tony Martin bei seiner neunten Teilnahme gleich beim Auftaktzeitfahren in Düsseldorf im Blickpunkt: Kann er für einen heimischen Bilderbuch-Auftakt sorgen und ins Gelbe Trikot fahren? Für Katusha wäre es ein Riesenerfolg und der Rest anschließend fast Bonus. Denn auf Anwärter in der Gesamtwertung verzichtet das Team in diesem Jahr – einzig Robert Kiserlovski wäre eventuell ein Platz unter den ersten 15 im Klassement zuzutrauen.

Stattdessen stehen Tagessiege auf der Wunschliste. In erster Linie wird Katusha-Alpecin dabei wieder auf Sprinter Kristoff setzen, der besonders bei etwas anspruchsvolleren Ankünften seine Chancen haben dürfte. Der Kader ist diesmal jedoch breiter aufgestellt: Im Hochgebirge könnten Tiago Machado oder Kiserlovski ihre Chancen nutzen, bei mittelschweren Etappen Maurits Lammertink und auch das deutsche Trio.

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