Italiener fährt 2018 wohl Giro und Vuelta

Aru will “großen Showdown“ mit Froome beim Giro

Von Felix Mattis

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Fabio Aru (rechts) würde Chris Froome (links) nächstes Jahr gerne beim Giro herausfordern. | Foto: Cor Vos

25.11.2017  |  (rsn) - Fabio Aru will nach seinem Wechsel von Astana zum UAE Team Emirates im kommenden Jahr nicht bei der Tour de France antreten, trotzdem aber ins direkte Duell mit Chris Froome (Sky) gehen. "Ich hoffe, er ist beim Giro, denn das würde dem Rennen mehr Prestige geben, und ich mag den großen Showdown", sagte der Italiener in einem Interview mit der Gazzetta dello Sport.

Zwar vermied Aru darin klare Aussagen in Richtung Zielsetzungen für die kommende Saison, weil das erste Teamcamp mit UAE Emirates noch nicht absolviert ist. Doch seine Aussagen zu Froome und die weitere Saisonplanung klingen stark nach einem Start beim Giro d'Italia, der für den Italienischen Meister somit automatisch zum ersten großen Saisonziel werden dürfte.

Die Tour of Abu Dhabi und Tirreno-Adriatico seien in seinem Rennprogramm fest eingeplant, "während es noch Zweifeld zwischen Mailand-Sanremo und der Katalonien-Rundfahrt gibt", so Aru. "Die Tour of the Alps ist wichtig, weil dort eine Etappe auf dem Kurs der Weltmeisterschaften ausgetragen wird, welche ein großes Ziel sind. Außerdem würde ich gerne mein Debüt bei Lüttich-Bastogne-Lüttich geben. Und mit Blick auf die WM ist die Vuelta ein Muss."

Tirreno, San Remo, Tour of the Alps und Lüttich - der perfekte Fahrplan in Richtung Giro-Start am 4. Mai in Israel. Anschließend dürfte dann eine längere Pause folgen, bevor Aru im Spätsommer bei der Vuelta startet und sich dort den letzten Schliff für den 2018 unter Bergfahrern ausgetragenen Kampf ums Regenbogentrikot in Innsbruck holt.

Dieses Rennprogramm würde im starken Kontrast zu dem von 2017 stehen, als er bei Tirreno-Adriatico gesundheitliche Probleme bekam und nach einem Trainingssturz im April auf den Giro d'Italia verzichten musste. Dafür war er dann Ende Juni in Top-Form, holte den Nationalen Meistertitel und begann die Tour de France bärenstark - gewann dort die erste Bergankunft an der Planche des Belles Filles und trug für zwei Tage das Gelbe Trikot, bevor er letztlich bis Paris auf Gesamtrang fünf zurückfiel.

Während das Duell mit Froome in Frankreich dieses Jahr also klar an den Briten ging, würde Aru es gern kommendes Jahr in seiner Heimat austragen und Froome zum Giro locken. Dort erhofft er sich wohl auch zurecht bessere Chancen, Froome schlagen zu können. Allerdings wäre das ein in seiner Bedeutung wohl abgeschwächter Triumph.

Denn selbst wenn Froome beim Giro antreten sollte, so dürfte sicher sein: Der Saisonhöhepunkt des Briten bleibt die Tour de France und sein angestrebter fünfter Sieg dort. Dass er beim Giro im Kampf um das Rosa Trikot alles riskiert, scheint daher unwahrscheinlich. Einen echten "großen Showdown" mit Froome bekommt man derzeit wohl nur, wenn man nach Frankreich reist.

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