BMC mit drei Gesamtsiegern zur Tour Down Under

Dennis: “Richie ist unser Mann“

Foto zu dem Text "Dennis: “Richie ist unser Mann“"
Rohan Dennis (BMC) beim Giro d´Italia 2017 | Foto: Cor Vos

11.01.2018  |  (rsn) - Mit den Gewinnern der vergangenen vier Ausgaben startet das BMC-Team am Dienstag bei der 20. Tour Down Under (16. - 21. Januar). Im beeindruckend stark besetzten Aufgebot des US-Rennstalls steht mit Richie Porte nicht nur der Titelverteidiger, sondern mit Rohan Dennis auch der Sieger von 2015 sowie mit Neuzugang Simons Gerrans (2006, 2012, 2014, 2016) sogar der Rekordhalter, der auf insgesamt vier Gesamtsiege beim WorldTour-Auftakt kommt.

"Natürlich liegt viel Druck auf uns, aber ich denke, wir sind bereit. Auch wenn weder Simon noch Richie oder ich die nationalen Straßenmeisterschaften gewonnen haben, sind wir alle in guter Form, und wir schauen, wie es auf der ersten großen Etappe läuft, hinauf zum Norton Summit auf der 4. Etappe“, sagte Dennis, der vergangene Woche bei den Australischen Meisterschaften seinen dritten Zeitfahrtitel in Folge feiern konnte. Da die Tour Down Under aber traditionell kein Zeitfahren im Programm hat, tritt der 27-Jährige in der BMC-Hierarchie einen Schritt zurück. "Andernfalls wäre ich schon sehr an der Führungsrolle interessiert“, gab Dennis zu.

Auch wenn als Königsetappe wieder der vorletzte Abschnitt hinauf zum Willunga Hill angesehen wird, hält der ehemalige Stundenweltrekordler das 137,4 Kilometer lange Teilstück von Norwood nach Uraidla für mindestens ebenso entscheidend. "Es ist ein schwerer Anstieg, aber er ist nicht so steil wie der nach Paracombe. Und es ist nicht Corkscrew“, sagte Dennis über den 5,8 Kilometer langen und fünf Prozent steilen Scharfrichter des Tages, der allerdings bereits zehn Kilometer vor dem Ziel bezwungen sein wird. Als Knackpunkt betrachtet Dennis die dann folgende Auf-und-Ab-Passage hinab zum Ziel, über die er sagte: "Das ist der Schlüssel.“

Als "Schlüssel“ des BMC-Teams nannte er dagegen Vorjahressieger Porte. "Richie ist unser Mann. Bei den modernen WorldTour-Rennen muss man einen Kapitän benennen und solange an ihm festhalten, bis etwas schief geht“, sagte Dennis, der sich deshalb klar in der Rolle des "zweiten oder dritten“ Manns hinter Porte sieht.

Der Tasmanier, nach Dennis‘ Worten "einer der besten, wenn nicht der beste Kletterer der Welt“, wird seine Karten aber wohl erst wieder am Willunga Hill ausspielen - schließlich gewann er dort in den vergangenen vier Jahren die Königsetappe und zementierte 2017 mit einem souveränen Solo-Sieg seine Gesamtführung, um sich tags darauf in Adelaide erstmals in seiner Karriere das ockerfarbene Leadertrikot seiner Heimatrundfahrt zu sichern.

 

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