“Nichts Negatives in die Tour tragen“

Froome bittet die Fans in Frankreich um Fairness

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Chris Froome (Sky) bei seinem ersten Auftritt im Rahmen der Tour de France 2018 | Foto: Cor Vos

04.07.2018  |  Saint-Mars-La-Reorthe (dpa) - Saint-Mars-La-Reorthe, die örtliche Turnhalle des Städtchens im Westen Frankreichs ist proppevoll: Am Mittwoch drängten sich beim ersten öffentlichen Auftritt Chris Froomes mehr als 100 Journalisten und 20 Kamerateams. Drei Tage vor dem Start der 105. Tour de France betonte der nach einer neunmonatigen Prüfung vom Dopingvorwurf freigesprochene Brite nochmals seine Unschuld und bat um faire Behandlung.

"Das war eine große Herausforderung für mich und meine Familie. Eine große Last ist von meinen Schultern gefallen", sagte Froome, der am Montag vom Weltverband UCI freigesprochen worden war, weil sein überhöhter Wert des Asthmamittels Salbutamol nicht als Doping gewertet werden konnte.

Der viermalige Toursieger bat die Fans um Fairness: "Wenn sie Chris Froome nicht mögen, sollen sie das Trikot eines Teams anziehen, das sie unterstützen und nichts Negatives in dieses Rennen tragen", sagte der Sky-Kapitän, der ohne Bodyguard auftrat. Das Team und der Veranstalter hätten "geeignete Maßnahmen für die Sicherheit ergriffen", erklärte Sky-Teamchef Dave Brailsford.

Vor der Abreise nach Frankreich hatte der Brite erste Erklärungsversuche zum Zustandekommen seines Freispruchs abgegeben. Tatsächlich habe der am 7. September 2017 auf der 18. Vuelta-Etappe gemessene Wert des Asthmamittels Salbutamol in seinem Urin weit weniger über dem erlaubten Limit gelegen als bisher publiziert. Zudem hätten eine Dehydrierung nach der schweren Etappe nach Los Machucos und die Einnahme weiterer Medikamente gegen eine Infektion die Messung beeinflusst. Froome war in einem Interview der "Times" zu dem Schluss gekommen: "Ich freue mich, weiter ein Botschafter für einen sauberen Radsport zu sein."

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