Bora-hansgrohe-Teamchef kritisiert WADA

Denk zum Freispruch für Froome: “Bin froh, dass es kein Dopingfall ist“

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Bora-hansgrohe-Teammanager Ralph Denk | Foto: Cor Vos

05.07.2018  |  Noirmoutier (dpa) - Bora-hansgrohe-Teammanager Ralph Denk hat das Ende des Ende des Verfahrens gegen Chris Froome (Sky) begrüßt. "Ich bin froh, dass es kein Dopingfall ist", sagte der Raublinger der Münchner "TZ" am Donnerstag. Bei der am Samstag beginnenden Tour de France will der Brite seinen fünften Triumph feiern und damit den Siegrekord egalisieren.

Denk fügte an, er müsse dem Urteil des Weltverbands UCI und der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA vertrauen. Die beiden Institutionen hatten nach neunmonatigen Prüfungen beschlossen, dass ein bei Froome nachgewiesener erhöhter Salbutamol-Wert auf der 18. Vuelta-Etappe 2017 nicht als Doping zu werten sei. Die UCI habe natürlich Interesse daran, den prominentesten Fahrer vor dem wichtigsten Rennen des Jahres nicht zu sperren, sagte Denk: "Aber die WADA geht den Freispruch mit und somit ist die Sache für mich vom Tisch."

Zugleich forderte er eine Überarbeitung der Regeln, damit sich solch ein Fall, nicht wiederhole. "Das sind alles Lücken und Grauzonen im Reglement - und die müssen genauer definiert werden! Es gibt doch eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Ein Fahrer ist positiv und darf nicht mehr mitmachen oder er ist negativ und darf starten", fand Denk. "Da muss die WADA nochmal ran und ihre Hausaufgaben machen.".

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