WM-Splitter, 23. September

Deutsche WT-Teams im Zeitfahren ohne deutsche Profis

Foto zu dem Text "Deutsche WT-Teams im Zeitfahren ohne deutsche Profis "
Die WM-Splitter aus Innsbruck | Foto: Cor Vos

23.09.2018  |  (rsn) - Mit Bora-hansgrohe und Sunweb traten gleich zwei deutsche WorldTour-Teams am Nachmittag bei den Straßen-Weltmeisterschaften von Innsbruck im Mannschaftszeitfahren an. Doch in beiden Aufgeboten befand sich kein einziger Profi aus Deutschland. Bora-hansgrohe setzte bei deren Heimspiel auf seine vier Österreicher Patrick Konrad, Gregor Mühlberger, Lukas Pöstlberger und Felix Großschartner, Team Sunweb vertraute auf seine Weltmeister von 2017. Dazu gehörte in Bergen auch Lennard Kämna. Doch der deutsche U23-Vizeweltmeister, der nach einer längeren Auszeit erst wieder langsam aufgebaut werden soll, wurde durch den US-Amerikaner Chad Haga ersetzt. Kämna tritt im morgigen U23-Einzelzeitfahren an und spekuliert auf eine Medaille.

"citius, altius, fortius“- "höher, weiter schneller"

Frei nach dem Olympischen Motto "citius, altius, fortius“ absolvierten bei den Straßenweltmeisterschaften in Innsbruck die Damenteams das letzte Mannschaftszeitfahren in dieser Form. Denn mit 54,5 Kilometer war das Rennen nicht nur eine Marathon-Distanz sondern auch das längste in der Geschichte dieser Disziplin seit der Einführung 2012. Nachdem die Streckenführung immer leicht abfallend war, raste der Sechser von Canyon SRAM Racing mit einem Schnitt von 52,941 km/h zum schnellsten jemals erzielten Siegerschnitt. Und mit dem Start im Ötztal auf 710 Metern Seehöhe war es auch das höchste jemals ausgetragene Teamzeitfahren für die UCI-Damenteams, welches aber 2019 nicht mehr im WM-Programm enthalten ist.

Familienangelegenheit

Mit den beiden Britinnen Alice und Hannah Barnes (beide Canyon SRAM Racing) jubelten zwei Schwestern erstmals über eine gemeinsam erzielte WM-Goldene bei den UCI-Straßenweltmeisterschaften. Ein Unikum stellen die 25-jährige Hannah und die 23-jährige Alice aber nicht dar. Denn in den Jahren 1967, 1968 und 1969 feierte sogar ein Familienquartett WM-Titel. Die Brüder Erik, Gösta, Sture und Thomas Petterson waren in diesen drei Jahren über die 100 Kilometer Teamverfolgung unschlagbar. Als "Faglum Brüder“ gingen sie in die Radsportgeschichte ein.

Duell der erfolgreichsten WM-Starterinnen an Worrack

Vier Goldmedaillen und eine Silbermedaille war die Medaillen-Ausbeute von Trixi Worrack (Canyon SRAM Racing) und Ellen Van Dijk (Sunweb) vor dem Teamzeitfahren in Innsbruck. Im letzten Wettbewerb dieser Art ging es für die Deutsche und die Niederländerin also um die alleinige Führung in der ewigen Statistik. Mit ihrer fünften Goldmedaille überflügelte die 36-jährige Worrack die fünf Jahre jüngere van Dijk, die mit Sunweb die Bronzemedaille gewann. Damit haben die beiden Frauen aber auch bei sechs der sieben WM-Entscheidungen in dieser Disziplin angeschrieben, 2013 in Florenz sogar als Teamkolleginnen.

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