Belgier gewinnt Auftakt der Tour du Haut Var

Vanmarcke: Erster Sieg seit 2016 Fingerzeig für die Klassiker?

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Sep Vanmarcke (EF Education First) | Foto: Cor Vos

23.02.2019  |  (rsn) – Nach seiner starken Klassikerkampagne 2016, als er Zweiter bei Gent-Wevelgem, Dritter bei der Flandern-Rundfahrt und Vierter bei Paris-Roubaix wurde, verpflichtete Jonathan Vaughters den Belgier Sep Vanmarcke als Kapitän für sein EF Education First Team – in der Hoffnung, dass der 30-Jährige bei einem der großen Klassiker ganz oben auf dem Podst stehen würde.

Abgesehen von einem dritten Platz beim Omloop Het Nieuwsblad fiel die Saison 2017 allerdings ernüchternd aus, im letzten Jahr zeigte der aus Kortrijk stammende Vanmarcke dann aber einen Aufwärtstrend. Nach einem erneuten dritten Platz beim Omloop konnte er einen siebten Platz beim E3 Prijs, Rang drei bei Dwars door Vlaanderen und Platz sechs bei Paris-Roubaix für sich verbuchen. In diesem Frühjahr soll es für Vanmarcke dann noch näher in Richtung Klassikersieg gehen.

Ein gutes Zeichen war dabei sein Erfolg zum Auftakt der Tour du Haut Var (2.1), wo er in Mandelieu-la-Napoul im Sprint einer 14 Fahrer starken Spitzengruppe den Sieg einfuhr. “Eigentlich war das Finale mit dem Anstieg zu schwer für mich. Aber ich habe mich gut gefühlt und habe es dann einfach probiert“, spielte Vanmarcke auf den Col du Tanneron (2. Kat) keine zwölf Kilometer vor dem Ziel an.

Die Haut-Var-Gesamtwertung ist kein Thema

Auf der technisch anspruchsvollen Abfahrt, auf der es zu einigen Stürzen und Splits im Feld kam, konnte der EF-Kapitän auf die Hilfe seines britischen Teamkollegen Hugh Carthy vertrauen, der dafür sorgte, dass im Finale kein Fahrer mehr davonfuhr und es so zum Sprint kam. “Hugh ist bis zur letzten Kurve von vorne gefahren und ich konnte mich voll auf den Sprint konzentrieren“, so Vanmarcke, der seinen ersten Sieg seit drei Jahren einfuhr. Den letzten hatte er in seiner starken Saison 2016 geholt, als er mit Etappensieg die Ster ZLM Toer gewann.

Den Gesamtsieg bei der Tour du Haut Var hat Vanmarcke trotz seiner aktuellen Gesamtführung aber nicht im Visier. Zu schwer sind die beiden Schlussetappen für den endschnellen Klassikerspezialisten. “Wir werden es genießen, das Führungstrikot zu tragen. Aber wir müssen auch realistisch sein. Sep wird es am Sonntagabend sicher nicht mehr auf seinen Schultern tragen“, erklärte Vanmarckes Bruder Ken, der bei EF Education First als Sportlicher Leiter fungiert.

Für Vanmarcke zählen die Klassiker, die Tour du Haut Var ist für den Allrounder aber sicher ein wichtiger Fingerzeig. “Wir sind auf einem guten Weg“, sagte Teamchef Vaughters und fügte an, dass die Tour du Haut Var nicht die Flandern-Rundfahrt sei. “Aber viele Dinge, an denen wir in den letzten zwei Jahren gearbeitet haben, tragen jetzt ihre Früchte“, meinte der US-Amerikaner zufrieden, ohne ins Detail zu gehen.

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