Premiere bei Strade Bianche

Schönberger freut sich auf ein richtiges Männerrennen

Von Peter Maurer

Foto zu dem Text "Schönberger freut sich auf ein richtiges Männerrennen"
Sebastian Schönberger beim Training in Italien | Foto: privat

07.03.2019  |  (rsn) - Drei Österreicher sind in der Startliste für die 13. Strade Bianche in der Toskana zu finden. Auf einem österreichischen Rad und im Trikot einer italienischen Mannschaft gibt Sebastian Schönberger seine Premiere auf den weißen Schotterstraßen rund um Siena. Der 24-Jährige wurde für das Eintagesrennen von Neri Sottoli – Selle Italia – KTM nominiert, an der Seite des zweimaligen Giro-Etappensiegers Giovanni Visconti das Rennen zu bestreiten.

"Ich freue mich schon mega darauf. Mir liegen eigentlich solche Rennen sehr gut", erklärte der Oberösterreicher im Gespräch mit radsport-news.com. Vor mittlerweile fünf Jahren belegte Schönberger im U-23-Rennen der Flandern-Rundfahrt den sechsten Platz, hinter bekannten Namen wie dem damaligen Sieger Dylan Groenewegen oder Strade-Bianche-Titelverteidiger Tiesj Benoot: "Ich habe mich damals schon richtig wohl dabei gefühlt. Bei den knackigen Steigungen am Schotter muss man das Rad richtig gut im Griff haben. Das ist ein echtes Männerrennen und meine Vorfreude ist sehr groß."

Gemeinsam mit seinen Teamkollegen Visconti und Simone Velasco besichtigte Schönberger nun mehrmals den Kurs in der Toskana. Zuletzt überzeugte das italienische Team mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung bei den Eintagesrennen in der Ardèche.

Aber auch die Ereignisse und Ergebnisse der "Operation Aderlass" im Rahmen der Nordischen Skiweltmeisterschaften von Seefeld, in deren Folge auch die beiden Radprofis Stefan Denifl und Georg Preidler Blutdoping gestanden, gingen nicht spurlos Schönberger vorbei: "Es war ein Schlag ins Gesicht für unseren Sport. Es ist schwer dazu Worte zu finden. Wir sind mit ihnen Rennen gefahren, verstanden uns gut und dann erfährst du, dass sie solche Dinge treiben. Sie ziehen den ganzen Sport runter."

Schönberger hofft darauf, dass die weiteren Ermittlungen zum Reinigungsprozess des österreichischen Radsportes beitragen. "Wichtig ist, dass jetzt hart durchgegriffen wird und das ganze aufgedeckt wird. Es muss Klarheit herrschen", forderte Schönberger, der aber trotzdem das Thema für sich nun ausblenden will und muss: "Was bringt es jetzt, wenn ich mich groß über andere Personen ärgere, die in kriminelle Machenschaften verwickelt sind. Die Konzentration von mir liegt auf meinem Ziel, ganz nach oben zu kommen."

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