Spitzenreiter in Moulins ohne Siegchance

Groenewegen bekommt die Strapazen der letzten Tage zu spüren

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Dylan Groenewegen (Jumbo - Visma) behauptete auf der 3. Etappe von Paris-Nizza sein Gelbes Trikot. | Foto: Cor Vos

12.03.2019  |  (rsn) - Nachdem Dylan Groenewegen (Jumbo - Visma) bei Paris-Nizza die ersten beiden Etappe dominiert hatte, war der Niederländer auch am Dienstag der große Favorit auf den Tagessieg. Doch bei der Ankunft in Moulins konnte der 25-Jährige nicht zum Hattrick stürmen.

Zwar kam Groenewegen nach der nur auf den letzten fünf Kilometern durch eine Windkantenaktion von Sky ereignisreichen Etappe gut platziert in den Sprint. Doch als Sam Bennett (Bora - Hansgrohe) antrat, brachte der Jumbo-Kapitän keinen Druck mehr aufs Pedal. Während der Ire seinen dritten Saisonsieg einfuhr, rollte der bisherige Paris-Nizza-Dominator aus und als Neunter über den Zielstrich.

"Heute hatte ich nicht die Beine, es hat der Punch gefehlt", gestand Groenewegen nach Etappenende ein. Der Grund dafür war schnell gefunden: nämlich die Strapazen der ersten beiden Abschnitte, die wegen der Sturmböden andere als die typische Sprinteretappen waren.

Groenewegen hatte sich dabei stets in vorderster Front gehalten und war gestern etwa in einer nur sieben Mann starken Spitzengruppe ins Ziel gekommen. "Da musste ich alles raushauen und das habe ich heute gespürt. Ich wollte natürlich die Etappe heute gewinnen, das Team tat alles für mich, aber ich hatte nichts mehr zuzusetzen", sagte der Jumbo-Sprinter, der trotz des Rückschlags  eine positive Zwischenbilanz der Fernfahrt ziehen konnte: "Ich habe zwei Etappen gewonnen und noch das Führungstrikot. Ich bin glücklich."

Ob er das Gelbe Trikot auch nach der 4. Etappe tragen wird, ist dagegen fraglich, warten auf den letzten 50 Kilometern doch zwei Anstiege der 2. und einer der 1. Kategorie. Die letzte Hürde des Tages stellt sich dem Feld zehn Kilometer vor dem Ziel in den Weg, hier wird sich Groenewegen gegen Attacken wehren müssen. "Das wird eine schwere Etappe, vielleicht zu schwer für mich. Wir werden es sehen", zeigte Groenewegen sich skeptisch angesichts der Herausforderung.

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