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23.03.2019 | (rsn) - Zwar müssen die Belgier seit nunmehr 20 Jahren auf einen Sieg bei Mailand-Sanremo warten – 1999 triumphierte Andrei Tschmil –, doch Oliver Naesen (AG2R) war am Samstag als Zweiter ganz nah dran am großen Coup. Mit Wout Van Aert (Jumbo – Visma) auf Rang sechs landete sogar noch ein zweiter Belgier in den Top Ten.
Mit diesen Ergebnissen rechnete vor dem Frühjahrsklassiker kaum jemand. Naesen stand im Vorjahr zum ersten Mal am Start von La Primavera und kam damals nicht über Rang 62 hinaus, der dreimalige Cross-Weltmeister Van Aert gab bei der 110. Auflage sein Debüt.
“Auf dem Podium zu stehen ist fantastisch. Ich wusste, dass ich im Sprint eine Chance haben würde, aber Alaphilippe war bei Gegenwind auf der Zielgeraden einfach zu stark“, sagte Naesen und konnte sich auch deshalb so freuen, weil er als Außenseiter auf den zweiten Platz gesprintet war. “Der Kurs passt nicht wirklich zu mir. Ich hatte natürlich auf einen Platz auf dem Podium gehofft, aber damit gerechnet habe ich überhaupt nicht", so der 29-Jährige, der nun mit großem Selbstvertrauen die Kopfsteinpflasterklassiker in Angriff nehmen kann.
Dagegen dachte Van Aert bereits an die 111. Austragung von Mailand-San Remo. "Ich war nahe dran am Podium, ich komme im nächsten Jahr wieder und will dann mehr“, kündigte der der 25-Jährige an. Das wäre schon am Samstag möglich gewesen, doch ein taktischer Fehler im Finale kostete Van Aert ein noch besseres Resultat. Als Matteo Trentin (Mitchelton – Scott) rund zwei Kilometer vor dem Ziel aus der zehn Fahrer starken Spitzengruppe heraus attackierte, war es Van Aert, der die Lücke schloss und dabei viele Körner opferte. “Ich dachte, es sei die entscheidende Attacke. Leider war es etwas zu früh“, meinte Jumbo-Visma-Neuzugang, der dennoch und völlig zu Recht von einem “großartigen Debüt“ sprach.
Auch Van Aert dürfte das Ergebnis Mut gemacht haben für die anstehenden Kopfsteinpflasterklassiker, für die er sich ebenfalls viel vorgenommen hat. “Meine Form ist gut und das Ergebnis ist eine Bestätigung, dass wir die letzten Wochen gut gearbeitet haben“, freute er sich.
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