Im Mailand-Sanremo-Finale sprang die Kette herunter

Für Degenkolb lief nur bis zum Poggio alles traumhaft

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John Degenkolb (Trek - Segafredo) | Foto: Cor Vos

23.03.2019  |  (rsn) - Auch wenn er nicht zum engen Favoritenkreis beim 110. Mailand-Sanremo gehörte, war John Degenkolb (Trek - Segafredo) doch mit Zuversicht beim ersten der fünf Monumente gestartet. Bis ins Finale hinein lief es für den Sanremo-Sieger von 2015 auch nach Wunsch. Degenkolb und sein Team konnten lange Zeit im Schatten der Sprintermannschaften wie Deceuninck - Quick-Step oder Bora - hansgrohe Körner für die letzten beiden Anstiege des Tages sammeln. Doch dann schlug wenige Kilometer vor dem Ziel die Defekthexe beim Deutschen zu und beraubte Degenkolb aller Chancen.

“Mir ist auf der Abfahrt vom Poggio die Kette heruntergefallen. Wenn man die dann nicht rechtzeitig wieder raufbekommt, ist das Rennen gelaufen“, sagte der Oberurseler den Reportern. Die TV-Bilder belegte Degenkolbs Aussagen und zeigten, wie sich der 30-Jährige vergeblich abmühte, während vorne die Post abging. Schließlich riss Degenkolb mehrfach seine Rennmaschine nach oben. Es half alles nichts, mit 2:37 Minuten Rückstand gegenüber Sieger Julian Alaphilippe erreichte er als 84. das Ziel auf der Via Roma.

“Es ist schon frustrierend, wenn man auf so eine Art verliert. Es ist ärgerlich, dass es so passierte. Bis zum Poggio lief alles traumhaft“, sagte Degenkolb, der dann aber bei der erwarteten Attacke von Alaphilippe den Anschluss verlor. “In den Poggio bin ich schon in einer schlechten Position reingekommen. Dann ging oben die Lücke auf. Es war aber noch alles möglich, weil wir noch Leute zum Zufahren gehabt hätten“, betonte er. “Und dann fällt mir die Kette runter.“

So war es Gianluca Brambilla, der sich als einziger Fahrer des Trek-Segafredo-Teams in der ersten verfolgergruppe halten konnte, um mit 27 Sekunden Rückstand das Rennen auf Platz 34 zu beenden. Degenkolb bleibt aber nichts anderes, als auf die 111. Auflage von La Primavera zu hoffen.

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