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05.04.2019 | (rsn) - Als ein vielversprechender Fahrer mit längst nicht ausgeschöpftem Talent kam Peter Kennaugh zur Saison 2018 von Sky zu Bora - hansgrohe. Der Brite hatte im Jahr 2014 die Österreich-Rundfahrt gewonnen und war sowohl 2013 als auch 2015 ein wichtiger Helfer von Chris Froome auf dem Weg zum Tour-de-France-Sieg. Sogar in Alpe d'Huez überquerte er schon einmal die Ziellinie als Erster, damals auf der 7. Etappe des Critérium du Dauphiné 2017.
Auch für Bora - hansgrohe feierte Kennaugh im Sommer 2018 beim GP Cerami in Belgien noch einen Sieg und holte schließlich bei der WM in Innsbruck für die Briten die Kohlen aus dem Feuer: Kennaugh wurde im Straßenrennen 16., bester seiner mit Top-Rundfahrern und -Kletterern gesegneten Nation.
Doch diese Ergebnisse täuschen darüber hinweg, dass der 29-Jährige zuletzt immer größere Probleme bekam - psychisch. Schon in der ersten Jahreshälfte 2018 fuhr er nur wenige Rennen, nun geht es ihm wieder nicht gut. Deshalb hat Kennaugh nun entschieden, sich für eine nicht definiterte Zeit aus dem Peloton zu verabschieden und eine Auszeit zu nehmen.
"Nach vielen Jahren, in denen ich auf und neben dem Rad gekämpft habe, habe ich nun diese Entscheidung getroffen, nicht nur für mich, sondern auch für meine Familie", schrieb Kennaugh auf Instagram. "Ich muss mich auf die Person konzentrieren, die ich in Zukunft sein möchte und Frohsinn, Motivation und Enthusiasmus in meinem täglichen Leben wiederentdecken."
Der Brite bedankte sich außerdem bei all jenen, die ihm in den letzten Jahren geholfen haben - ohne Namen zu nennen. In einer Pressemitteilung des Teams richtete er diesen Dank auch an den Renstall:
"Ich möchte allen bei Bora - hansgrohe für ihr Verständnis und ihre Unterstützung danken, damit ich die nötige Zeit zur Erholung abseits des Sports nehmen kann. Ich wünsche dem Team alles Gute und eine weiterhin erfolgreiche Saison", wird Kennaugh dort zitiert.
In der Pressemitteilung heißt es, dass auch das Team eine Pause für den besten Weg halte, damit Kennaugh sich vollständig erholen könne. "Wir danken Peter für sein Engagement und seine Leistungen für Bora - hansgrohe und wünschen ihm, dass er sich schnell erholen kann. Wir alle hoffen, dass er bald in den Profi-Radsport zurückkehren kann", so Teamchef Ralph Denk.
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