Italien-Premiere für den starken Österreicher

Gogl will den Giro erleben, egal wie hart es wird

Von Peter Maurer

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Michael Gogl (Trek - Segafredo) steht vor seinem Giro-Debüt. | Foto: Cor Vos

10.05.2019  |  (rsn) – Im vierten Profijahr wartet die vierte dreiwöchige Landesrundfahrt auf Michael Gogl. Für den Fahrer des Teams Trek – Segafredo geht es nach Italien, wo am Samstag in Bologna der 102. Giro d’Italia beginnt. Nach einem etwas verkorksten Frühjahr ist der Oberösterreicher rechtzeitig vor der ersten großen Rundfahrt des Jahres wieder in Form gekommen und freut sich schon auf sein Debüt.

"Ich will jetzt den Giro erleben und egal wie hart es wird, ich möchte die drei Wochen genießen", sagte Gogl radsport-news.com. Der 25-Jährige absolvierte bisher schon zweimal die Tour de France und einmal die Vuelta a Espana: "Man hört im Vorhinein von den Kollegen, dass die Fans und das Spektakel um das Rennen einfach super ist und die Atmosphäre ein wenig entspannter ist als bei der Tour. Es sei nicht alles so streng und reglementiert."

Nach einem guten Saisoneinstand in Mallorca, mit Rang 15 bei der Trofeo Andratx-Lloseta, zog sich der Oberösterreicher eine hartnäckige Verkühlung zu, musste sogar zu Antibiotika greifen und verpasste einen Monat an Rennen. Auch bei der Katalonien-Rundfahrt lief es noch nicht nach Wunsch für Gogl, der die 4. Etappe vorzeitig beendete.

Danach ging es für ihn zu den Klassikern in die Ardennen, wo der Wolfsegger ein zwiespältiges Resümee zog: "Ich bin nicht unzufrieden mit den Klassikern, gerade nach meinen Problemen im Frühjahr, aber pure Zufriedenheit ist es halt auch nicht. Das Positive, was ich aus den Ardennenrennen ziehe ist, dass ich immer besser in Schwung gekommen bin. Lüttich-Bastogne-Lüttich war schon richtig stark, aber aufgrund von mechanischen Problemen bin ich dann untergegangen."

Sein bisher letzter Renneinsatz am 1. Mai stimmte ihn dann aber noch positiver. "Eschborn-Frankfurt hat dann endlich gepasst und ich konnte einen super Job für John Degenkolb abliefern", erzählte Gogl, dessen Kapitän das Rennen auf dem zweiten Platz beendete. Nun hofft er, dass er seine gute Form in den Giro mitnehmen kann.

Dort warten dann auch wieder Helferdienste auf Gogl, denn seine US-amerikanische Mannschaft peilt einen Platz unter den besten Fünf des Gesamtklassements an. "In erster Linie gilt es Bauke Mollema zu unterstützen, aber ich denke wir werden für einzelne Abschnitte sicherlich Freiheiten bekommen. Auf hügeligen Etappen hoffe ich, mein Glück versuchen zu können", blickte Gogl voraus: "Ein Tagessieg ist das erklärte Ziel jedes WorldTeams bei einer GrandTour."

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