Suisse-Gelb im Zeitfahren riskant verteidigt

Bernal: Um ein Haar der nächste Ineos-Kapitän am Boden

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Egan Bernal (Ineos) im Zeitfahren der Tour de Suisse. | Foto: Cor Vos

22.06.2019  |  (rsn) - Mit einem beeindruckenden Einzelzeitfahren hat Egan Bernal (Ineos) das Gelbe Trikot der Tour de Suisse verteidigt. 22 von seinen 41 Sekunden Vorsprung gegenüber Zeitfahr-Weltmeister Rohan Dennis (Bahrain - Merida) hat der Kolumbianer über den 19,2 Kilometer langen, technisch teilweise auf engen Sträßchen sehr anspruchsvollen Parcours gerettet - auch, weil er bereit war, Risiken einzugehen.

Doch um ein Haar wäre Bernal dafür auch bestraft worden. In einer engen Linkskurve rund drei Kilometer vor dem Ziel versteuerte sich der Kolumbianer und rutschte mit blockierendem Hinterrad, das stellenweise sogar abhob, beinahe in die Wiese.

"Ich bin die Kurve sehr schnell angefahren und hatte dann etwas Angst zu stürzen. Aber das ist eben das Risiko, das man eingeht", lächelte der Kolumbianer seine Schrecksekunde nach dem Rennen im Interview mit L'Equipe weg. "Vielleicht habe ich da ein paar Sekunden verloren."

Besser ein paar Sekunden, als den Rundfahrtsieg - oder sogar noch mehr, dürfte man sich im Ineos-Lager gedacht haben. Immerhin hat der britische Rennstall in den vergangenen zwei Wochen erst Chris Froome als Kapitän für die Tour de France wegen dessen fürchterlichem Sturz beim Critérium du Dauphiné verloren, bevor dann Tour-Sieger Geraint Thomas ebenfalls nach einem Sturz aus der Tour de Suisse ausschied. Bernal wäre somit bereits der dritte von drei Tour-de-France-Kapitänen innerhalb von zwei Wochen am Boden gewesen.

Glück gehabt, Team Ineos. Mit Thomas und dem am Berg momentan furchterregend starken Bernal hat man auch ohne Froome ein erfolgversprechendes Duo mit heilen Knochen für die Tour.

Bernals Schrecksekunde aus dem Suisse-Zeitfahren im Video:

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