Gelungener Tour-Auftakt für den Belgier

Van Avermaet sichert sich Bergtrikot, Muscheln und Fritten

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Greg Van Avermaet (CCC) im Bergtrikot der Tour de France | Foto: Cor Vos

06.07.2019  |  (rsn) – Ein Etappensieg und das Gelbe Trikot wären Greg Van Avermaet (CCC) zwar lieber gewesen, dennoch konnte der Belgier seinen Start in die 106. Tour de France als gelungen bezeichnen. Denn als Erster an der Mauer von Geraardsbergen (3. Kat) übernahm der Olympiasieger von Rio das Bergtrikot und sicherte sich zudem eine Gratisportion Muscheln mit Fritten, die Kristof Bauwens, der an der berühmten "Muur" eine Gaststätte betreibt, dem Gewinner der Bergwertung versprochen hatte.

“Das Bergtrikot war schon ein kleines Ziel von mir, aber ich wollte nicht zu viel Aufsehen veranstalten, so dass nicht zu viele Leute davon Wind bekommen. Und es lief dann auch alles reibungslos. Ich musste nicht all zu viele Kräfte verschwenden, auch wenn ich an der Mauer Vollgas geben musste. Aber dafür habe ich ja auch ein schönes Geschenk bekommen“, freute sich Van Avermaet gegenüber Sporza.

Mit dem kleinen Coup von Samstag, hat sich der 34-Jährige für gleich zwei Tage das Bergtrikot gesichert, denn im morgigen Mannschaftszeitfahren werden keine Bergpunkte vergeben, so dass Van Avermaet auch auf der 3. Etappe das Weiße Trikot mit den roten Punkten tragen wird.“

Natürlich ist die Bergwertung kein Ziel für den Klassikerspezialisten. "Aber wenn es mit einem Etappensieg oder dem Gelben Trikot nicht klappt, dann muss man sich andere Ziele suchen. Gelb hat mich immer mehr angesprochen, aber ich werde heute Abend auch so gerne in den Spiegel schauen“, fügte Van Avermaet an.

Die Entscheidung, sich nach der zweiten Bergwertung am Bosberg wieder ins Feld zurückfallen zu lassen, traf Van Avermaet dann selbst. “Mein Sportlicher Leiter Valerio Piva hat mir die Wahl überlassen. Aber mir war klar, dass die Gruppe nicht durchkommt, also wollte ich lieber Kraft sparen. So eine Flucht ist schön für die TV-Zuschauer, aber am Ende springt nicht viel dabei heraus“, erklärte der CCC-Kapitän nach der 194,5 Kilometer langen Etappe rund um Brüssel.

Gut möglich, dass ihm sein Entschluss in den nächsten Tagen noch zu Gute kommen wird. Und zur weiteren Stärkung stehen Van Avermaet auch noch Muscheln und Fritten zur Verfügung.

 

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