Jumbo-Teammanager offen für Gespräche

Plugge: “Kittel muss sich zuerst überlegen, was er will“

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Marcel Kittel als ARD-Experte bei der Tour im Gespräch mit Matteo Trentin (Mitchelton - Scott). | Foto: Cor Vos

17.07.2019  |  (rsn) - Seit einigen Wochen wird vor allem in niederländischen Medien über einen möglichen Wechsel von Marcel Kittel zum Team Jumbo - Visma spekuliert. Dessen Manager Jörg Werner dementierte gegenüber radsport-news.com bereits eine Meldung der Tageszeitung Tageszeitung Telegraaf, wonach es bereits Gespräche zwischen dem deutschen Sprinter und dem niederländischen WorldTour-Rennstall gegeben habe.

Teammanager Richard Plugge bestätigte nun am ersten Ruhetag der Tour die Äußerungen von Kittels Berater. Grundsätzlich sei man aber offen, über einen Transfer zu sprechen, wenn es auch an dem 14-maligen Tour-Etappengewinner sei, eine grundsätzliche Entscheidung zu treffen. "Er muss sich zuerst genau überlegen, was er will. Wenn er dann interessiert ist, werden wir mit ihm reden. Er ist natürlich ein großartiger Fahrer", sagte Plugge zu wielerflits.nl.

Offensichtlich sieht der Teammanager dabei keine Probleme, dem Niederländer Dylan Groenewegen einen weiteren Weltklassesprinter an die Seite zu stellen.“Ich bin überzeugt, das Beste aus ihm (Kittel) herauszholen zu können“, so Plugge. Der 31-jährige Kittel einigte sich nach einer bis dahin erneut enttäuschenden Saison im Mai mit Katusha - Alpecin auf eine sofortige Vertragsauflösung - "im gegenseitigen Einvernehmen", wie es hieß.

Zugleich kündigte er an, zunächst bis zum Saisonende pausieren zu wollen. In einem Interview mit der ARD teilte Kittel am Samstag mit, nach der Tour de France über seine sportliche Zukunft entscheiden zu wollen. “In welche Richtung das jetzt geht, das weiß ich selber leider auch noch nicht. Ich werde es dann bekannt geben", sagte der Erfurter, der als ARD-Experte bei der diesjährigen Tour auf ausgewählten Etappen vor Ort dabei ist.

Plugge sprach mit wielerflits.nl auch über die Personalie Tom Dumoulin. Der Niederländer soll angeblich bei Sunweb unzufrieden sein, hinter den Kulissen würden alle Parteien an einer Lösung der Angelegenheit arbeiten, wobei in den kommenden Tagen eine Entscheidung fallen könnte. Dumoulin, dessen Vertrag bei Sunweb noch bis Ende 2021 gültig ist, wurde ebenfalls mit Jumbo - Visma in Verbindung gebracht - das allerdings mit Primoz Roglic und Steven Kruijswijk über gleich zwei Rundfahrer von Weltklasseformat verfügt.

Dieses Thema scheint Plugge aber nicht sonderlich zu beschäftigen. Vielmehr äußerte er sich zur Frage, wie man die Ambitionen eines möglichen Toursiegers mit denen von Groenewegen oder auch Wout van Aert, die erfolgreiche Etappenjäger sind, in Einklang bringen könnte. “Als Wiggins die Tour gewann, hatte er auch Cavendish im Team“, bemühte er sich um einen Vergleich mit Team Sky bei der Tour 2012, die Wiggins gewann und bei der sein Landsmann drei Sprintsiege feierte. “Zweitens ist es völlig kursabhängig. Wir können uns für die Tour im nächsten Jahr bereits alle möglichen Szenarien ausdenken, müssen aber erst auf die Streckenpräsentation warten“, fügte er an.

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