Brite arbeitet an seiner Rückkehr

Froome: “Die Tour 2020 ist mein einziges Ziel“

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Chris Froome (Ineos) | Foto: Cor Vos

04.08.2019  |  (rsn) - Chris Froome denkt bereits an die Frankreich-Rundfahrt 2020. "Das einzige Ziel, das ich mir persönlich gesetzt habe, ist es, nächstes Jahr an der Tour de France teilzunehmen. Das ist es, was mich antreibt", sagte der Brite in einer am Samstag auf der Ineos-Teamwebsite veröffentlichten Video-Botschaft.

Derzeit setze er sich von “Woche zu Woche kleine Ziele“, aber bei der 107. Tour wolle er “auf einem ähnlichen oder besseren Niveau sein als in diesem Jahr“, sagte Froome, der am 12. Juni bei der Streckenerkundung zum Zeitfahren des Critérium du Dauphiné stürzte und sich schwere Verletzungen zuzog, darunter einen offenen Bruch des Oberschenkels.

Der 34-Jährige musste mehr als drei Wochen lang im Krankenhaus in Saint Etienne behandelt werden, ehe er Anfang Juli wenige Tage vor dem Beginn der Tour de France die Klinik wieder verlassen konnte. In der letzten Woche der Frankreich-Rundfahrt veröffentlichte Froome auf Twitter ein Video, in dem zu sehen war, wie er einbeinig auf einem Heimtrainer kurbelte.

In dem aktuellen Video schilderte Froome auch, wie er die ersten Momente nach dem fürchterlichen Sturz, bei dem er in hohem Tempo ungebremst gegen eine Hauswand geprallt war, erlebt hatte. "Ich glaube, meine erste Frage war: ‘Kann ich aufstehen, kann ich wieder auf mein Fahrrad steigen, geht es mir gut?‘“, so der viermalige Tour-Sieger.

Sein Coach Tim Kerrison, Mechaniker Gary Blem und Sportdirektor Servais Knaven, die im Begleitwagen hinter ihm saßen und als erste an der Unfallstelle waren, hätten ihm aber zu verstehen gegeben, dass er die Trainingsfahrt nicht würde fortsetzen können und ihn aufgefordert, sich nicht zu bewegen.

“Sie sagten mir: ‘Es sieht aus, als ob dein Bein gebrochen sei und dein Arm sieht auch nicht gut aus, deshalb nein, du wirst nicht auf dein Rad zurückkehren können.' Ich denke, das waren die ersten Momente, in denen mir klar wurde, dass ich diesen Sommer nicht an der Tour de France teilnehmen werde“, so Froome, der nach eigenen Angaben jeden Morgen bis zu vier Stunden Physiotherapie absolviert und nach einer kurzen Mittagspause zwei Stunden lang die Übungen umsetzt, die ihm der Physiotherapeut am Vormittag gezeigt hat. “Meine Tage sind also voll“, fügte er an.

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