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29.08.2019 | (rsn) - Nach der ersten Bergankunft der 74. Vuelta a Espana hat sich bei Bora - hansgrohe in Sachen Gesamtklassement das herauskristallisiert, was der Raublinger Rennstall bereits vor dem Start der letzten GrandTour des Jahres als Marschroute vorgegeben hatte. Der Giro-Sechste Rafal Majka wird auch bei der Spanien-Rundfahrt Boras Mann für das Gesamtklassement sein, wogegen Davide Formolo wie schon bei der Italien-Rundfahrt als Helfer des Polen agieren und wohl auf Etappenjagd gehen wird.
Zwar konnte Majka im elf Kilometer langen Schlussanstieg zum 1.950 Meter hohen Alto de Javalambre dem Tempo der meisten anderen Favoriten nicht folgen. Doch als Tageselfter, 1:52 Minuten hinter Überraschungssieger Angel Madrazo (Burgos - BH), rückte der 29-Jährige vom zehnten auf den achten Rang der Gesamtwertung vor, in der er 1:18 Minuten Rückstand auf den neuen Spitzenreiter Miguel Angel Lopez (Astana) aufweist. Formolo dagegen fiel vom neunten auf den zwölften Rang zurück.
“Wieder einmal hat unser Team einen tollen Job erledigt und unsere Klassementfahrer beschützt, beziehungsweise in eine gute Position gebracht, als das Rennen in den Schlussanstieg kam“ lobte Sportdirektor Patxi Villa seine Fahrer und fügte an: “Wir haben uns darauf konzentriert, keine Zeit in der Gesamtwertung zu verlieren.“
Das gelang zwar nicht, auch wenn Majka zwei Plätze gut machte. “Es ist allerdings noch ein langer Weg nach Madrid“, kommentierte der Kletterspezialist lakonisch die erste große Bergprüfung dieser Vuelta, nach der Bora - hansgrohe allerdings auf einen wichtigen Fahrer verzichten muss. Der Österreicher Gregor Mühlberger, bereits bei der Tour im Einsatz, stieg mit Erschöpfungssymptomen 25 Kilometer vor dem Ziel vom Rad und beendete das Rennen vorzeitig.
“Klar, es ist noch ein langer Weg, aber bis dato liegen wir in einer guten Position“, beurteilte Vila die Situation insgesamt aber positiv, zumal Majka mit Formolo und Mühlberges Landsmann Felix Großschartner noch zwei bergfeste Fahrer an seiner Seite hat und auch Landsmann Pawel Poljanski in den Bergen zu den Besseren zählt, wie er gestern bewies. “Ich möchte vor allem Pawel ein großes Kompliment aussprechen. Er und Felix haben uns in Position gebracht und haben den gesamten Tag hart für uns gearbeitet“, sagte Majka.
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