Bei Vuelta als Ausreißer überzeugt

Kochs müde Beine reichten am Ende noch zu Rang fünf

Foto zu dem Text "Kochs müde Beine reichten am Ende noch zu Rang fünf"
Jonas Koch (CCC) war bei der Vuelta auf der 8. Etappe als Ausreißer aktiv | Foto: Cor Vos

01.09.2019  |  (rsn) - Nach seinem Vuelta-Etappensieg sprach Nikias Arndt (Sunweb) von einem der besten Tage seiner Karriere. Zumindest Ähnliches konnte aber auch Jonas Koch (CCC), der zweite Deutsche in der Ausreißergruppe des Tages, behaupten. Denn mit Platz fünf fuhr der 26-Jährige auf dem 8. Teilstück mit Ziel in Igualada sein bis dato bestes GrandTour-Ergebnis ein.

"Mein Ziel war es heute, in die Ausreißergruppe des Tages zu kommen und unter die ersten Drei zu fahren. Das Letzgenannte hat leider nicht geklappt, aber ich bin mit Platz fünf und meinen Beinen insgesamt zufrieden", sagte der endschnelle Allrounder nach der Etappe.

Koch hatte auf der für Ausreißer bestens profilierten Etappe mit einem Berg der 2. Kategorie 25 Kilometer vor dem Ziel nach 19 Kilometern den Sprung in die entscheidende 21-Mann-Gruppe geschafft, die am Ende den Sieg unter sich ausmachte.

Als es im Anstieg und danach - bei mittlerweile einsetzendem Regen - zu Attacken kam, hielt sich Koch im Wissen um seine Sprintstärke zurück, fuhr sein eigenes Tempo und bog nach 168 Kilometern mit 13 seiner ursprünglich 20 Begleiter auf die Zielgeraden ein. "Das Finale war chaotisch. Bei den ganzen Attacken musste man sehr geduldig sein und im richtigen Moment am richtigen Hinterrad sitzen. Es war nicht einfach, die entscheiden Angriffe auszumachen", beschrieb Koch die letzten 25 Kilometer.

Als Arndt etwa 200 Meter vor dem Ziel seinen Sprint eröffnete, zögerte Koch einen Moment zu lange, um sich bei seinem Landsmann in den Windschatten zu setzen. Vielleicht fehlte nach einem harten Tag mit dem Anstieg und dem Wetterumschwung auch etwas die Kraft. Diesen Schluss lässt zumindest Kochs Aussage zu. "Nachdem ich den ganzen Tag in der Ausreißergruppe fuhr, waren meine Beine müde", gestand der CCC-Profi ein.

Die Hoffnung auf eine Podiumsplatzierung im weiteren Rundfahrtenverlauf hat der Deutsche noch nicht aufgegeben. "Es liegen noch viele Etappen vor und wir werden es weiter versuchen und kämpfen", kündigte Koch stellvertretend für sein Team an.

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