RSN Rangliste, Platz 107: Florian Kierner

Das härteste Jahr der noch jungen Karriere

Von Peter Maurer

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Florian Kierner (Felbermayr - Simplon - Wels) | Foto: Reinhard Eisenbauer

04.11.2019  |  (rsn) – Ausgerechnet im letzten Einsatz der Saison, beim CRO Race (2.1), hatte Florian Kierner doch noch sein Erfolgserlebnis. In einem verkorksten Jahr musste er lange warten, ehe er in Zagreb aus einer Spitzengruppe raus Tagesdritter des Etappenrennens wurde. Nach seinem Aufstieg aus dem Juniorenteam der Welser hatte der 20-Jährige, der nur unweit des Teamsitzes in Buchkirchen aufgewachsen ist, hart zu kämpfen.

"Die letzten beiden Jahre und besonders das heurige waren die härtesten in meiner jungen Karriere. Ich habe über den Winter meinen Trainer gewechselt und dann ein für mich komplett falsches Training gemacht", resümierte der Oberösterreicher. Zu wenig intensiv und zu wenig regenerativ empfand er sein Programm: "Und ich habe mir zu viel Druck gemacht. Dadurch ist in der ersten Saisonhälfte nichts gegangen."

Es folgte die Umstellung auf sein altes Trainingsprogramm und mit Fortlauf der Saison zeigten sowohl die Wattwerte als auch die Ergebnisse wieder nach oben. "Am Ende konnte ich dann einen perfekten Abschluss in Kroatien machen, das Ergebnis harter Arbeit", erzählte Kierner, der sich für 2020 neu orientieren wird.

Denn er verlässt Felbermayr – Simplon – Wels und wechselt zum Tirol KTM Cycling Team. Die Mannschaft von Thomas Pupp hat sich in den letzten Jahren zu einem reinen U23-Team entwickelt und ist dadurch auch bei vielen Rennen dieser Kategorie im Einsatz, unter anderem beim Baby-Giro. "Ich habe gewusst, ich brauche eine Veränderung, wenn ich mich weiterentwickeln will. Dadurch war es nur ein klarer Schritt in die richtige Richtung", erklärte Kierner, der für zwei Jahre in Tirol unterschrieb.

"Ich sehe mich dort als Fahrer, der bei fast allen Rennen ein Ergebnis machen kann. Wie wir das als Mannschaft angehen, werden wir bei den ersten Rennen mit Sicherheit sehen, aber bei den Frühjahrsrennen sehe ich mich als Fahrer, der dort sicher etwas abliefern kann", blickte er auf 2020 voraus.

Dann strebt Kierner auch die Teilnahme an der Österreich Rundfahrt an, die er krankheitsbedingt 2019 verpasste: "Die Ö-Tour zu verpassen war für mich schon sehr hart, aber vielleicht gelingt mir so ein Tag wie in Kroatien nächstes Jahr auch dort. Dass ich es drauf habe, habe ich ja schon mal gezeigt“, betonte er.

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