Kroate verurteilt

Operation Aderlass: UCI sperrt Durasek für vier Jahre

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Kristijan Durasek auf der 3. Etappe der Kalifornien-Rundfahrt. Kurz darauf war das Rennen für ihn beendet. | Foto: Cor Vos

13.11.2019  |  (rsn) - Mit Kristijan Durasek ist ein weiterer im Zusammenhang mit der sogenannten Operation Aderlass des Dopings überführter Fahrer verurteilt worden. Wie der Radsportweltverband UCI meldete, habe man den 32-jährigen Kroaten für vier Jahre gesperrt. Durasek, der bis zum Sommer für das UAE-Team aus den Vereinigten Arabischen Staaten fuhr, habe im Zeitraum von 2016 bis 2019 gegen die Anti-Dopingbestimmungen verstoßen. Die Informationen darüber habe man von den österreichischen Strafverfolgungsbehörden erhalten, so die UCI.

In den Blutdopingskandal, in dessen Zentrum der Erfurter Sportmediziner und ehemalige Gerolsteiner- und Milram-Teamarzt Mark Schmidt steht, sind auch Radprofis wie die Österreicher Georg Preidler und Stefan Denifl, der Italiener Alessandro Petacchi und neben Durasek auch die beiden Slowenen Kristijan Koren und Borut Bozic verwickelt. Nachdem er als erster der Beschuldigten Blutdoping zugegeben hatte, wurde Denifl zu einer Vierjahressperre verurteilt. Genauso erging es seinem Landsmann Preidler.

Der 2015 zurückgetretene Petacchi wurde für zwei jahre suspendiert. Seine Vergehen bezogen sich auf den Zeitraum 2012 und 2013, als er beim UAE-Vorgänger Lampre unter Vertrag stand. Koren und Bozic, der Ende 218 zurücktrat, wurden ebenfalls für je zwei Jahre gesperrt.

Durasek wurde nach sieben Jahren in mehreren kroatischen Kontinental-Mannschaften 2013 bei Lampre Profi und gehörte zu der großen Gruppe von Fahrern, die 2017 mit zum Nachfolge-Rennstall UAE Emirates wechselten. Im Mai wurde er wie Petacchi und die beiden Slowenen auch von der UCI vorläufig suspendiert. Damals war er mit seinem Team bei der Kalifornien-Rundfahrt im Einsatz und reiste sofort ab.

Im Zuge der “Operation Aderlass“ hatten Fahnder im März bei der Nordischen Ski-WM im österreichischen Seefeld und in Thüringen Razzien durchgeführt, bei denen mehrere Sportler, darunter auch Denifl, festgenommen worden waren. In den Blutdopingskandal involviert waren nach Auskunft der zuständigen Staatsanwaltschaft München insgesamt 21 Athleten aus acht Nationen und fünf Sportarten.

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