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26.01.2020 | (rsn) - Nach den Frauen triumphierten auch die Männer des Teams Trek – Segafredo bei der Tour Down Under. "Das ist ein großartiger Start in das Jahr für uns. Für die Frauen und auch für mich", freute sich Richie Porte, der nach 2017 zum zweiten Mal in Australien erfolgreich war.
"Das Rennen erneut für mich zu entscheiden, ist ein fantastisches Gefühl", meinte der Lokalmatador. "Es war ein harter Tag für unser Team. Es gab Phasen, da dachte ich, der Sieg sei aus und vorbei, weil eine große Gruppe vorne lag. Aber den Jungs ist es zu verdanken, dass sie sie fast im Alleingang zurückgebracht haben."
Eine Ausreißergruppe aus 26 Fahrern hatte das gesamte Trek-Segafredo-Team bis zum Schluss in Atem gehalten. Erneut war es Weltmeister Mads Pedersen, der sich für seinen Kapitän enorm ins Zeug legte. Das sah auch Porte so, der aber auch die anderen Helfer nicht vergaß: "Die Leute greifen Mads schnell heraus, weil er der Weltmeister ist, aber jeder meiner Teamkollegen war unglaublich. Sie alle haben heute ihren Teil zum Erfolg beigetragen."
Erst nach der ersten Überquerung des Willunga Hill und als der Vorsprung der Spitze von 4:30 auf 2:30 Minuten gefallen war, kam das Team Mitchelton – Scott von Spitzenreiter Daryl Impey nach vorne, um zu helfen. Als das Peloton 2,5 Kilometer vor Schluss den steilsten Teil des Anstiegs erreichte, war der Vorsprung auf nur noch etwas mehr als eine Minute verringert worden.
Doch die Aufholjagd war zu viel für Impey, der den Kontakt verlor. Allerdings musste Porte noch auf dessen Mannschaftskameraden Simon Yates achten, der als Gesamtvierter mit nur 13 Sekunden Rückstand in Lauerstellung lag. Porte: "Als Yates an mir hing, begannen die Gedankenspiele ein wenig, weil er ein fantastischer Fahrer ist und ich wusste, dass meine Kräfte zur Neige gingen", erklärte er. "Ich musste ihn aber auch noch abhängen. Er hat die Jugend auf seiner Seite. Ich musste mein eigenes Rennen fahren. Ich war am Limit. Es war wahrscheinlich eine der schnellsten Zeiten, die wir hier nach oben gefahren sind."
Schließlich schüttelte er auch Yates ab. Aber der siebte Sieg in Folge auf dem Willunga Hill, der das I-Tüpfelchen an diesem Tag gewesen wäre, blieb dem Australier versagt. Porte konnte zwar alle Ausreißer einsammeln, aber in der Letzten Kurve wurde er von Matthew Holmes (Lotto Soudal) überspurtet.
"Es wäre schön gewesen, zum siebten Mal König von Willunga zu sein, aber ich glaube, ich würde jeden Tag das orangefarbene Trikot vorziehen. Am Ende des Tages haben wir zwar nicht die Schlacht, aber den Krieg gewonnen", resümierte Porte, der auch Mitchelton – Scott dankte: "Sie sind die ganze Woche über ein fantastisches Rennen gefahren, sie haben es zu einem harten Wettbewerb gemacht. Ich denke, das war ein aufregendes Finale. "
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