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05.02.2020 | (rsn) – Die 2. Etappe der Saudi Tour (2.1.) hätte zur ersten Generalprobe des neu formierten Sprintzuges von Mark Cavendish mit den beiden Deutschen Phil Bauhaus und Marcel Sieberg (alle Bahrain – McLaren) werden sollen. Doch schon am Vortag waren Bauhaus und der in Freiburg lebende Australier Heinrich Haussler die beiden bestplatzierten Fahrer der Tageswertung.
Es will einfach noch nicht sein mit der großen Sprintpremiere des neuen Zuges von Cavendish, der seit fast zwei Jahren schon auf einen Straßenerfolg wartet. Wobei sein Sportlicher Leiter, der Kroate Vladimir Miholjevic, am Start mahnte: "Das Finale ist extrem schwierig und da müssen wir uns mehrere Karten offenhalten."
Das tat seine Mannschaft, die mit Bauhaus und Cavendish über zwei schnelle Sprinter verfügt. Auch Haussler hatte mit einem überraschenden Antritt am Ende der 1. Etappe seine gute Form schon unter Beweis gestellt. Nachdem der Australier das Feld auf die letzten Kilometer führte, probierte er es im letzten Bergaufstück vor der Zielgeraden.
"Heino ging als Erster in die Kurve, an seinem Hinterrad waren Mark und ich. Als er attackierte ist Bonifazio an sein Hinterrad gesprungen. Ich wollte nachziehen, aber Mark meinte ich solle noch abwarten", berichtete Bauhaus, der später vom britischen Topsprinter die Freigabe erhielt, auf eigene Chance zu spurten, wie auch schon am ersten Rundfahrt-Tag.
Dem Angriff vorangegangen war ein wirklich hektisches Finale in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad. "Jeder wusste, dass man vier Kilometer vor dem Ziel ganz vorne sein muss", berichtete Sieberg. Der mittlerweile 37-Jährige, der jahrelang André Greipel in die Sprints brachte, ging ein wenig angeschlagen ins Finale, nachdem er als auch Cavendish bei Kilometer 64 schon in einen Massensturz verwickelt waren: "Da geht man gleich mit zwei Mann weniger in das Finale, aber ich hatte mich am Ende noch ganz gut gefühlt."
Schon am ersten Tag in Saudi Arabien hatte das Team die letzten Kilometer des Finales, welches auch am dritten Tag genau gleich befahren wird, besichtigt. "Es war sehr sehr hektisch und auch durch die vielen Löcher in den Straßen sehr gefährlich. Wir haben es gut hinbekommen, aber das Ergebnis ist natürlich bescheiden", blickte Bauhaus auf die Etappe zurück. Denn der an Hausslers Hinterrad gesprungene Bonifazio holte sich zwei Sekunden vor dem Bocholter den Tagessieg, der zumindest den Sprint des Feldes für sich entscheiden konnte. Sein Teamkollege wurde noch vor der Ziellinie vom Feld gestellt und beendete den Tag auf Rang 22.
In der Gesamtwertung führt weiterhin der frühere Weltmeister Rui Costa (UAE Team Emirates) mit einer Sekunde vor Haussler. Dahinter folgen Nacer Bouhanni, Tagesdritter sowie Bauhaus, der sich um drei Plätze nach vor schieben konnte.
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