UAE Tour: Boras Klassementfahrer aber im Plan

Die Hitze raubte Ackermann und Mühlberger die Kraft

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Rafal Majka und Patrick Konrad (Bora - hansgrohe) erreichen das Ziel der 2. Etappe der UAE Tour am Hatta Dam. | Foto: BORA - hansgrohe / Bettiniphoto

24.02.2020  |  (rsn) - Nach dem perfekten Start in die UAE Tour hat Pascal Ackermann (Bora - hansgrohe) am zweiten Tag der Rundfahrt durch die Vereinigten Arabischen Emirate sein Rotes Führungstrikot wieder abgeben müssen. Schon zehn Kilometer vor dem Ziel der 168 Kilometer langen Etappe zum Hatta Dam fiel der Auftaktsieger in einer berganführenden Passage aus dem Feld heraus und erreichte das Ziel am Ende der kurzen, aber steilen Rampe mit 7:34 Minuten Rückstand auf den Australier Caleb Ewan (Lotto Soudal), der sich wie bereits 2019 den Sieg am Hatta Dam holte.

Dabei war Ackermann bei Temperaturen um die 30 Grad durchaus mit Ambitionen zur Herausforderung Hatta Dam angetreten, wie er später auf der Website seines Teams angab: “Heute war ein wirklich schwieriger Tag. Ich hatte ein paar Probleme mit der Hitze und fühlte mich nicht richtig gut – trotzdem habe ich es probiert, auf Ergebnis zu fahren. Leider war das Tempo an dem langen Anstieg zehn Kilometer vor dem Ziel zu hoch, so dass ich nicht mehr vorne mithalten konnte“, erklärte der Pfälzer, der bis dahin von seinen Helfern um Rüdiger Selig gut beschützt worden war.

Nachdem er aber den Anschluss verloren hatte, “habe ich es lockerer angehen lassen, um Kräfte für die nächsten Tage zu sparen“, sagte Ackermann und kündigte an: “Ich werde mein Bestes geben, um sobald wie möglich wieder auf die Siegerstraße zurückzukehren."

Das wird aber frühestens am Mittwoch wieder der Fall sein, denn morgen steht die erste von zwei Bergankünften am Jebel Hafeet im Programm der UAE Tour. Und da werden die Kletterspezialisten Emanuel Buchmann, Patrick Konrad und Rafal Majka gefordert sein. Sowohl der letztjährige Gesamtvierte aus Ravensburg als auch Österreicher sowie der Pole kamen heute in der Gruppe der Favoriten vier Sekunden hinter Ewan ins Ziel und wahrten sich alle Chancen auf ein Spitzenergebnis im Schlussklassement der einzigen WorldTour-Rundfahrt des Mittleren Ostens.

So konnte Sportdirektor Enrico Poitschke letztlich ein positives Fazit der Etappe ziehen, auch wenn Gregor Mühlberger einen ähnlich schlechten Tag erwischte wie Ackermann und als Joker am Hatta Dam ausfiel. “Leider hatten am Ende weder Pascal noch Gregor gute Beine, weil sie mit der Hitze in der Wüste nicht so gut klarkamen. Aus diesem Grund fokussierten wir uns darauf, in der Gesamtwertung keine Zeit zu verlieren und die guten Ausgangspositionen von Emanuel Buchmann, Rafal Majka und Patrick Konrad im Klassement zu wahren, was uns sehr gut gelang“, sagte Poitschke.

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