Sturz mit Hofstetter, Ellbogencheck gegen Quintana

Bennett: Nichts gebrochen, aber von der Jury bestraft

Von Felix Mattis

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Sam Bennett (Deceuninck - Quick-Step) mit blutender Hand nach der 3. Etappe von Paris-Nizza 2020. | Foto: Cor Vos

11.03.2020  |  (rsn) - Sam Bennett (Deceuninck - Quick-Step) hat ein turbulentes Finale auf der 3. Etappe von Paris-Nizza in La Chatre erlebt und den Zielstrich schließlich mit stark blutender Hand und schmerzverzerrtem Gesicht hinter dem Peloton überquerte. Bennett musste am Abend mit vier Stichen an seiner rechten Hand genäht werden, doch die gute Nachricht war: Knochen gebrochen hatte sich der Ire nicht, als er auf den letzten 200 Metern in die Bande krachte und hart zu Boden ging, weil sich Hugo Hofstetter (Israel Start-Up Nation) links neben ihm mit dem Lenker am Rad von Caleb Ewan (Lotto Soudal) verhakte und zu Fall kam.

"Ich habe etwas Haut verloren und musste genäht werden, weil ich an der Bande das Metall getroffen habe, aber glücklicherweie scheint sonst alles OK zu sein", so Bennett in einer Pressemitteilung seines Teams.

Dennoch musste er am Abend noch einen kleinen Rückschlag hinnehmen. Der Ire wurde nämlich von der Jury mit einer saftigen Strafe von 800 Schweizer Franken und dem Abzug von 40 UCI-Punkten in der Weltrangliste belegt. Bennett hatte vor dem Sprintfinale im Positionskampf laut Jury-Entscheid zu hart mit seiner Schulter und seinen Ellbogen gearbeitet: zuerst mehrfach gegen Nairo Quintana (Arkéa - Samsic), und dann auch noch kurz vor dem Sturz auf den letzten 300 Metern einmal gegen Hofstetter.

Die Vorfälle um Bennett in Video-Ausschnitten:

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