Unterschiedliche Verbote in der Corona-Krise

Groupama - FDJ fürchtet eine Tour der zwei Geschwindigkeiten

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Marc Madiot, Teamchef von Groupama - FDJ | Foto: Cor Vos

21.03.2020  |  (rsn) - In einigen Ländern dürfen Radfahrer noch im Freien trainieren, in anderen nicht! Falls Radrennen nach dem Überwinden der Corona-Pandemie wieder gestartet werden können, fürchtet Frederic Grappe, Performance-Direktor von Groupama-FDJ, "eine Tour de France mit zwei Geschwindigkeiten." Deshalb fordert der Franzose in der l’Equipe vor dem Neustart eine Vorbereitungszeit für alle unter gleichen Bedingungen.

Sein Teammanager Marc Madiot, auch Leiter der französischen Ligue nationale de Cyclisme Professionnel (LNC), warnte an gleicher Stelle: "Eine Tour de France mit französischen Fahrern, die nicht auf dem gleichen Niveau (wie andere) sind, wäre katastrophal!" Madiot: "Man kann die Türen nicht  plötzlich wieder öffnen und sagen: 'Alle zurück in die Arena!'"

Falls tatsächlich in diesem Jahr noch Rennen gefahren werden können, scheint die Aufgabe der UCI aber kaum lösbar, eine Vorbereitungsphase und die ausgefallenen Wettbewerbe in der zweiten Saisonhälfte unterzubringen, da ja hier schon viele Rennen terminiert sind. Auch wenn die Rennställe bereit sind, dann Dreifachprogramme durchzuführen.

Grappe wünscht sich eine "No Racing"-Phase, damit die Fahrer angemessen trainieren können, bevor sie wieder starten. "Die einzige Möglichkeit, dies (den Neustart zu gestalten) fair zu tun, besteht darin, nicht gleich Rennen zu fahren. Die Trainingsbelastung muss schrittweise erhöht werden. Ein Trainingsblock, um wieder konkurrenzfähig zu sein, dauert etwa vier Wochen. So lange dauert es auch, bis alle wieder ein vergleichbares Niveau haben."

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