Franzose plädiert für eine Verschiebung

Barguil gegen eine Tour “hinter verschlossenen Türen“

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Warren Barguil (Arkea - Samsic) ist am Sonntag erstmals ins einer Karriere Französischer Meister geworden. | Foto: team-arkea-samsic.fr

29.03.2020  |  (rsn) - Warren Barguil (Arkéa - Samsic) geht es wie vielen anderen: Der Bretone kann der von der französischen Sportministerin Roxana Maracineanu aufgebrachten Idee einer Tour de France ohne Zuschauer nicht viel abgewinnen.

“Wir können Menschen nicht verbieten, am Straßenrand zu stehen. Ich weiß nicht, ob es machbar ist“, sagte Barguil der westfranzösischen Tageszeitung Ouest France. “Ich habe gerade mir eben auf Eurosport die 12. Etappe der Tour 2017 angeschaut und so viel Publikum am Straßenrand gesehen. Ich dachte sofort: Es ist unmöglich, eine Tour hinter verschlossenen Türen durchzuführen“, sagte der Französische Meister, der in jenem Jahr zwei Etappen und das Bergtrikot der Tour gewann.

Statt einer planmäßig am 27. Juni in Nizza beginnenden 107. Auflage in reduziertem Umfang - etwa ohne Werbekarawane sowie auch ohne Zuschauer am Start und im Ziel - durchzuführen, plädierte Barguil für eine Verschiebung des größten Radrennens der Welt, wie es bereits das Internationale Olympische Komitee (IOC) im Fall der Sommerspiele von Tokio getan hat, die noch einen Monat nach dem Beginn der Tour hätten stattfinden sollen, unter dem Druck der Umstände nun aber ins nächste Jahr verlegt worden sind.

"Lasst sie (die Tour) uns später beginnen, und sei es im November“, sagte Barguil lachend und fügte ernsthaft an: “Es geht nicht nur um uns Fahrer, sondern auch um die Zuschauer. Alle diese Leute, die das Rennen mit Leidenschaft verfolgen ... Das Beste ist, wenn es nicht möglich sein sollte, das Rennen zu dem geplanten Termin abzuhalten, es zu verschieben.“

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