Nach Armbruch: Dlamini trainiert wieder

Corona-Folge: Astana kürzt Gehälter um 30 Prozent

30.03.2020  |  (rsn) - Wegen der Coronavirus-Pandemie senkt das Astana-Team in den kommenden drei Monaten die Gehälter aller seiner Angestellten um 30 Prozent. Das meldeten übereinstimmende die spanische Sportzeitung AS und das Portal Ciclo21. Wie es hieß, werde der kasachische Rennstall die Kürzungen noch im Verlauf des Montags bekanntgeben. Ob es sich dabei um eine gemeinsam mit den Fahrern und den weiteren Mitarbeitern beschlossene Einigung handelt, ist noch nicht bekannt.

Zuvor hatte bereits das Management des belgischen Rennstalls Lotto Soudal in Absprache mit dem Personal einen Lohnverzicht beschlossen. Bei anderen Teams springt die nationale Arbeitslosenunterstützung ein, um die Gehälter der Mitarbeiter zu bezahlen.

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Nic Dlamini (NTT) hat sich wieder vollständig von seinen Verletzungen erholt, die er sich Ende Dezember vergangenen Jahres in einer Auseinandersetzung mit Park Rangern zugezogen hatte. Der Südafrikaner war bei einer Trainingsausfahrt von Parkwächtern des Table Mountain Nationalparks in der Nähe von Kapstadt gestoppt worden, angeblich, weil er keinen Eintritt bezahlt hatte und auch keine Berechtigung vorweisen konnte, den Park zu durchfahren. Als die aggressiv auftretenden Parkwächter Dlamini ihn in ihr Auto zerrten, zog sich der 24-Jährige einen Knochenbruch im Arm zu. Die Szenen wurden von einem Hobbyradler gefilmt und später ins Internet gestellt.

Wie Dlamini nun in einem Interview auf der Website seines Teams mitteilte, trainiere er mittlerweile wieder auf den Straßen seiner niederländischen Wahlheimat. Dort ist im Gegensatz etwa zu Spanien oder Italien, die von der Corona-Pandemie besonders schlimm betroffen sind, Outdoor-Training noch erlaubt. Dlamini hofft, beim Critérium du Dauphiné, sollte die Tour-Generalprobe denn stattfinden, sein Comeback geben und später im Jahr an einer GrandTour teilnehmen zu können.

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