Küng hatte Idee einer ganz besonderen Hommage

Albasini beginnt seine Abschieds-Tour de Suisse

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Michael Albasini (Mitchelton - Scott) wird nach der Tour de Suisse 2020 seine Karriere beenden. | Foto: Cor Vos

07.06.2020  |  (rsn) - Eigentlich wollte Michael Albasini (Mitchelton - Scott) seine 18-jährige Profi-Laufbahn am kommenden Wochenende mit der Schlussetappe der Tour de Suisse beenden. Vor gut zwei Wochen aber verkündete der 39-Jährige, dass er noch bis zum Jahresende Rennen fahren wird, um seine Karriere mit einer Rückennummer am Trikot beenden zu können, und nicht heimlich, still und leise während der Corona-Pause 'tschüss' zu sagen.

Doch die Abschiedstour durch sein Heimatland in Form der Tour de Suisse bestreitet 'Alba', wie er im Peloton genannt wird, ab heute trotzdem. Angeregt von Stefan Küng (Groupama - FDJ) wird Albasini in den kommenden Tagen die für die 84. Auflage der Schweiz-Rundfahrt ursprünglich geplante Strecke zurücklegen und dabei in wechselnder Begleitung durch unterschiedliche Schweizer Sport-Größen unterwegs sein.

Mit dabei ist neben Albasini und Initiator Küng zum Auftakt in Frauenfeld am Sonntag unter anderem auch das Snowboard-Ass Emilie Aubry. Im Verlauf der Woche werden sich viele Ex-Radprofis hinzugesellen und mit der Triathletin Nicola Spirig und dem Bobfahrer Beat Hefti sind auch zwei Schweizer Olympiasieger mit von der Partie.

"Ich dachte mir, dass es einfach nicht sein kann, dass ein Athlet wie Alba nach 20 Jahren einfach so aufhört", erklärte nun Küng seine Idee hinter der Aktion auf der Website des Schweizer Radverbandes Swiss Cycling. Für den Youngster, der in Yorkshire im vergangenen Jahr WM-Dritter war, ist Albasini eine wichtige Bezugsperson im Schweizer Radsport. "Er war immer offen. Hatte ich eine Frage, ließ er mich immer von seinem Wissen profitieren", so Küng.

Für Albasini beginnt in Frauenfeld nun also seine Abschieds-Tour de Suisse, auch wenn die echte Tour de Suisse der Corona-Krise zum Opfer gefallen ist. Seinen wahren Abschied aus dem Peloton gibt der 39-Jährige aber erst im Herbst. Und mit den Weltmeisterschaften von Aigle und Martigny darf er vielleicht sogar Ende September auch doch nochmal ein echtes Heimrennen bestreiten.

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