“Das Herz schlägt, aber er hat viel Blut verloren“

Rennärztin Jerschina: Jakobsen schwebt in Lebensgefahr

Von Felix Mattis

Foto zu dem Text "Rennärztin Jerschina: Jakobsen schwebt in Lebensgefahr"
Fabio Jakobsen (Deceuninck - Quick-Step, links) stürzt kurz vor dem Ziel der 1. Etappe der Polen-Rundfahrt in die Bande. | Foto: Cor Vos

05.08.2020  |  (rsn) - Fabio Jakobsen (Deceuninck - Quick-Step) schwebt in Lebensgefahr. Das hat die Rennärztin der Polen-Rundfahrt, Dr. Barbara Jerschina, die den Niederländischen Meister nach seinem schweren Sturz im Sprint-Finale der 1. Etappe in Katowice vor Ort behandelt hat, gegenüber polnischen Medien bestätigt.

"Er ist sehr schwer verletzt und es ist lebensgefährlich. Sein Gaumen und die oberen Atemwege wurden zertrümmert, aber er konnte intubiert werden", erklärte Jerschina, nachdem Jakobsen mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen worden war. "Er ist jetzt auf dem Weg ins Krankenhaus und sein Herz schlägt, aber er hat viel Blut verloren. Er ist am Leben und lasst uns nun hoffen, dass wir gewinnen."

Jerschina erklärte laut dem Nachrichtenportal naszosie.pl außerdem: "Wir haben hier alles getan, was wir tun konnten. Die Arbeitsbedingungen waren sehr schwer. Er hat ein sehr schweres Schädel-Hirn-Trauma, einen gebrochenen Gaumen, so dass es schwer war, zu intubieren, aber die Kehlkopfschläuche und der Sauerstoff waren die ganze Zeit verbunden."

Ins Krankenhaus geflogen wurde außerdem auch der Offizielle, mit dem Jakobsen hinter den Absperrgittern zusammengeprallt war. Auch er habe Kopfverletzungen erlitten und sei bewusstlos gewesen, so Jerschina.

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