Österreicher Teil des starken NTT-Aufgebots

Gogl geht als Road Captain auf Tour-Etappenjagd

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Michael Gogl (NTT) | Foto: Cor Vos

26.08.2020  |  (rsn) - Als er am 2. Juni 2019 den Giro d’Italia beendete, konnte Michael Gogl ein erstes Häkchen in seiner Profikarriere machen. Innerhalb von drei Jahren hatte der Österreicher alle drei großen Landesrundfahrten im Radsport beendet. Nun wartet auf Gogl seine dritte Tour de France, die er erstmals im Trikot des südafrikanischen Teams NTT und in einer speziellen Rolle bestreiten wird.

“Zum ersten Mal in meiner Karriere werde ich bei einer GrandTour als Road Captain arbeiten. Die Aufgabe teile ich mir mit Roman Kreuziger“, berichtete der Wolfsegger, der nach drei Jahren bei Trek - Segafredo im Winter zum NTT Pro Cycling Team wechselte. Dort nominierte ihn die Sportliche Leitung für die 107. Frankreich-Rundfahrt, nachdem der Oberösterreicher zuvor schon bei Strade Bianche nach einer beherzten Vorstellung auf dem neunten Tagesrang gelandet war.

Bei der Tour 2020 richtet NTT kein Augenmerk auf die Gesamtwertung. “Wir werden auf Etappenjagd gehen“, bestätigte Gogl, der zuletzt bei den Nationalen Meisterschaften den Sieg nur hauchdünn verpasste.

Gemeinsam mit dem frischgebackenen italienischen Champion Giacomo Nizzolo, dem Amstel-Gold-Sieger von 2018, Michael Valgren, dem kletterstarken Domenico Pozzovivo, dem Südafrikaner Ryan Gibbons, dem dreifachen Tour-Etappensieger Edvald Boasson Hagen aus Norwegen, dem Deutschen Max Walscheid sowie dem Tschechen Kreuziger bildet der 26-Jährige eine schlagkräftige Truppe im Kampf um Etappensiege.

“Schon der Auftakt rund um Nizza wird richtig hart, aber ich bin recht zufrieden mit meiner Form und auch die Beine haben am Wochenende bei den Nationalen Meisterschaft gut gedreht. Von dem her freue ich mich auf die Tour“, so Gogl, dessen bestes Grand Tour-Tagesergebnis ein vierter Platz bei der Vuelta a Espana 2016 war.

Bei der Tour 2020 träumt er nun einen Etappensieg, was bislang mit Max Bulla (1931) und Georg Totschnig (2005) erst zwei Österreichern gelungen ist.

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