Aderlass: Aufforderung an UCI, NADA & WADA

Greipel: “Wir Athleten wollen die Namen wissen“

Von Felix Mattis

Foto zu dem Text "Greipel: “Wir Athleten wollen die Namen wissen“"
André Greipel (Israel Start-Up Nation) | Foto: Cor Vos

30.09.2020  |  (rsn) - André Greipel (Israel Start-Up Nation) hat via Twitter die UCI, die Nationale Anti Doping Agentur Deutschlands (NADA) und die Welt Anti Doping Agentur (WADA) dazu aufgefordert, für die Offenlegung der Namen all derer zu sorgen, die in der Operation Aderlass als Dopingsünder überführt worden sind.

"Jetzt ist alles raus und Herr Marc (sic!) Schmidt hat gestanden. Wir als Athleten würden selbst gerne die Namen derer wissen, die gedopt haben, UCI, NADA und WADA. So bald wie möglich bitte", schrieb der Hürther auf dem Kurznachrichtendienst auf Englisch. Damit reagierte Greipel darauf, dass der Erfurter Arzt Mark Schmidt am Dienstag in München ein umfassendes Geständnis ob seiner Doping-Machenschaften abgelegt hat.

Schmidt wird vorgeworfen, in rund 150 Fällen am Doping mitgewirkt zu haben. Rund ein Dutzend davon bestritt er am Dienstag. Laut den Ermittlungen der Münchner Staatsanwaltschaft soll er mit mindestens 23 Sportlern aus acht Nationen gearbeitet haben, darunter mindestens zehn Radsportler. Die Namen von den meisten dieser 23 Athleten sind öffentlich bekannt, die von zwei deutschen Radsportlern aber weiterhin nicht. Und genau darum dürfte es Greipel mit seinem Tweet gehen.

Da die Vergehen der beiden öffentlich noch nicht namentlich bekannten Radsportler aus Deutschland im Sinne des Strafrechts verhährt sein könnten, besteht die Gefahr, dass die Namen nie an die Öffentlichkeit geraten. Es sei denn die Radsport-Verbände und Anti Doping-Agenturen klemmen sich dahinter, weil eine sportrechtliche Bestrafung - etwa eine Sperre - weiterhin möglich ist.

 

RADRENNEN HEUTE

    WorldTour

  • La Vuelta ciclista a España (2.UWT, ESP)
  • Radrennen Männer

  • Vuelta a Guatemala (2.2, GUA)