BDR schickt kein Nationalteam

Meisen und drei Deutsche als Einzelstarter zur Cross-EM

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Marcel Meisen (Alpecin - Fenix) ist Deutscher Meister auf der Straße und im Cross. | Foto: Hennes Roth

05.11.2020  |  (rsn) - Marcel Meisen ist einer von vier deutschen Startern, die am kommenden Wochenende bei den Querfeldein-Europameisterschaften im niederländischen s`Hertogenbosch an den Start gehen - auch wenn der Bund Deutscher Radfahrer keine Delegation ins Nachbarland entsenden wird. Wie schon für die Bahn-Europameisterschaften in der kommenden Woche in Bulgarien angekündigt, verzichtet der BDR auch in der Niederlande wegen der aktuell steigenden Corona-Zahlen auf den Start der Nationalmannschaft.

Die Elitefahrer können aber auf eigene Verantwortung und mit einer Ausnahmegenehmigung starten. Auf der Bahn tut diese Maximilian Levy, der nicht zum Förderkreis von Bundeswehr, Bundespolizei oder Zoll gehört und daher Vollprofi ist. Im Cross werden Marcel Meisen, Sascha Weer, Frederik Hähnel und Stefanie Paul trotz Corona-Krise bei den Europameisterschaften starten.

Der deutsche Doppelmeister – Meisen gewann in diesem Jahr die Cross- und die Straßen-DM – ist dabei zuversichtlich, eine Top-Ten-Platzierung zu erreichen, auch wenn die Strecke nicht ganz seinen Vorstellungen entspricht.

"Ich kenne den Kurs, bin da schon gefahren. Es ist nicht unbedingt meine Lieblingsstrecke. Sie ist extrem kurvig, sehr explosiv. Man braucht ein gutes Crossgefühl, um dort von zu sein", sagte der vierfache Deutsche Crossmeister aus Stolberg bei Aachen, betonte aber auch: "Meine Form ist gut." Zuletzt überzeugte er als DM-Zweiter bei den Mountainbike-Meisterschaften in Obergesserthausen und verpasste das Deutsche Meister-Triple aus Straße, Cross und MTB damit nur knapp.

Sein Teamkollege vom Profi-Rennstall Alpecin - Fenix, Mathieu van der Poel, wird bei der EM ebenso fehlen, wie Klassikerjäger Wout Van Aert (Jumbo-Visma), der aber angekündigt hat, nach einer kleinen Pause in diesem Winter an einigen Crossrennen teilnehmen zu wollen. In 's-Hertogenbosch sieht Meisen einen Fahrer ganz klar vorn: "Eli Iserbyt ist der klare Favorit", so der Stolberger. Der Belgier hatte zuletzt das Wertungsrennen zur Superprestige-Serie im belgischen Ruddervoorde und auch den Auftakt zur X2O-Serie beim berühmten Koppenbergcross gewonnen.

Neben den Eliteklassen werden auch die Europameisterschaften der U23 männlich und weiblich in 's-Hertogenbosch ausgetragen, allerdings ohne deutsche Beteiligung. Juniorenrennen wird es keine geben.

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