Aussage im Prozess um “Operation Aderlass“

Hondo: “Zusammen mit Petacchi in einem Raum gedopt“

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Danilo Hondo (li.) und Alessandro Petacchi bei der Eneco Tour 2012 | Foto: Cor Vos

11.11.2020  |  (rsn) - Danilo Hondo hat als Zeuge vor dem Münchner Landgericht im Strafprozess um die “Operation Aderlass“ Blutdoping zugegeben und dabei erklärt, dass er in seiner Zeit beim italienischen Lampre-Team ebenso wie Alessandro Petacchi vom angeklagten Erfurter Sportarzt Mark Schmidt behandelt worden sei. Das sei teilweise sogar in Hotelzimmern geschehen, wo die beiden nebeneinander lagen.

"Wenn man so ein enges Verhältnis hat, das fast brüderlich war, dann hat man kein Problem damit, dass man zusammen in einem Raum gedopt wird", sagte der 46-jährige Hondo, der bereits im Mai 2019 in einem Exklusiv-Interview mit der ARD-Doping-Redaktion zugegeben hatte, von 2011 bis Ende 2012 rund 25.000 Euro für Blutdoping bezahlt habe. Als Folge des Doping-Geständnisses wurde er als Schweizer Nationaltrainer entlassen.

Im Gegensatz zu Hondo bestreitet Petacchi bis heute, zu Schmidts Kundenstamm gezählt zu haben. Trotzdem wurde der mittlerweile 46-Jährige Italiener gesperrt. Petacchi und Hondo waren von 2010 bis 2013 Mannschaftskollegen beim Lampre-Rennstall, dessen Nachfolger mittlerweile unter dem Namen UAE - Team Emirates antritt.

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