AG2R plant ohne den Klassikerspezialisten

Vandenbergh wäre gern noch einen Frühling gefahren

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Stijn Vandenbergh muss AG2R verlassen - nun steht der Belgier vor dem Karriereende. | Foto: Cor Vos

18.11.2020  |  (rsn) - Mit der Verpflichtung der Routiniers Greg Van Avermaet und Michael Schär (beide CCC) und des jungen Stan Dewulf hat AG2R La Mondiale seine Klassikerfraktion massiv verstärkt. Leidtragender der Transferoffensive der französischen Equipe, die ab 2021 mit neuem Sponsor unter dem Namen AG2R Citroën starten wird, ist Stijn Vandenbergh, dessen Vertrag zum Jahresende ausläuft und der die Hoffnung auf ein neues Angebot seines Rennstalls aufgegeben hat.

"Ich will noch zehn Tage warten, bevor ich mein Fahrrad aufhänge, aber ich mache mir keine Illusionen", sagte der 36-jährige Belgier der Zeitung Het Nieuwsblad. “In den letzten zwei Monaten ist nichts herausgekommen und es wird in den kommenden Wochen nicht klappen. Wenn Lawrence oder Oliver Naesen fragen, wie es mir geht, antworte ich, dass ich meinen Ruhestand genieße“, so Vandenberg, der gemeinsam mit den beiden Brüdern ein belgisches Trio im Team von Manager Vincent Lavenu gebildet hat.

Der Franzose hat seinen Routinier offensichtlich bereits über seine Pläne informiert. “Oli und das Team waren immer zufrieden. Aber im Jahr 2021 werden Van Avermaet, Dewulf und Schär dazukommen, so dass die Klassikerfraktion voll ist. Teammanager Vincent Lavenu sagte, er habe bereits zu viele Belgier und es sei kein Platz für mich“, so Vandenbergh, der gerne noch zumindest eine Klassikerkampagne bestritten hätte.

“Ich wäre gerne noch einen Frühling gefahren. Bis Roubaix alles gegeben und dann aufgehört“, sagte Vandenbergh, der auch mit anderen Teams über einen Wechsel verhandelt hatte. “Schon im August hatte ich Gespräche mit Alpecin - Fenix und Circus - Wanty Gobert. Ich dachte, es würde klappen, aber es wurde nie wirklich konkret. Ich denke jedoch, dass ich immer noch nützlich sein kann. Hinter mir sind die Kapitäne gut vor dem Wind geschützt“, sagte der fast zwei Meter große Klassikerspezialist, der auf drei Profisiege kam und seine beste Zeit wohl von 2012 bis 2016 bei Quick-Step hatte.

Damals gewann er nicht nur eine Etappe der Valencia-Rundfahrt, sondern wurde Vierter der Flandern-Rundfahrt 2014 und Zweiter beim Omloop Het Nieuwsblad 2013.

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