BDR-Präsident verhalten optimistisch

Scharping zu Olympia: “Es gibt eine gewisse Hoffnung“

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Die Olympischen Spiele wurden auf 2021 verschoben. | Foto: Cor Vos

27.01.2021  |  (rsn) - Rudolf Scharping ist vorsichtig optimistisch, dass die Olympischen Spiele von Tokio trotz der Corona-Pandemie wie vorgesehen im Sommer ausgetragen werden können.

“Es gibt eine gewisse Hoffnung, das wird aber von der Corona-Lage und der Impfsituation der nächsten Monate abhängen“, sagte der Präsident des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) in einem virtuellen Pressegespräch. "Ich denke, drei Monate vor der Eröffnungsfeier (am 23. Juli, d. Red.) muss man eine Entscheidung treffen, ob die Spiele stattfinden oder nicht“, fügte Scharping an. Zwar ließen die 2020 durchgeführten Großveranstaltungen - darunter im Sommer die Tour de France - eine gewisse Zuversicht zu. “Die Frage, ob die Spiele stattfinden werden oder nicht, lässt sich zum heutigen Zeitpunkt schwer beantworten. Und spekulieren sollten wir nicht“, fügte der 73-Jährige allerdings an.

Während er Olympische Spiele ohne Zuschauer an den Sportstätten für möglich hält, lehnt der langjährige BDR-Chef eine Bevorzugung von Sportlern bei der Verabreichung von Impfstoffen ab. “Ich bin strikt der Meinung, dass wir uns an die Impfstrategien des jeweiligen Landes halten sollten. Für den Spitzensport wäre es nicht klug, Sonderrechte zu beanspruchen“, sagte Scharping.

In den vergangenen Wochen wurde angesichts auch ansteigender Infektionszahlen in Japan wieder darüber diskutiert, ob die bereits 2020 verschobenen Olympischen Spiele in diesem Jahr abgehalten werden können. Ministerpräsident Yoshihide Suga zeigte sich entschlossen, “sichere Sommerspiele durchzuführen als Beweis, dass die Menschheit das Virus überstanden hat”, wie er als Reaktion auf eine Meldung der britischen Zeitung The Times sagte.

Das Blatt hatte unter Verweis auf eine anonyme Regierungsquelle darüber berichtet, dass es eine inoffizielle Verabredung gebe, die Spiele wegen der Corona-Pandemie auch für 2021 abzusagen.

Auf Anfrage des Sportinformationsdienstes SID erklärte auch Thomas Bach, der Vorsitzende des Internationalen Olympischen Komitees IOC, es gebe “überhaupt keinen Grund” zu glauben, dass die Spiele nicht wie geplant am 23. Juli eröffnet würden. “Deshalb existiert auch kein Plan B“, sagte Bach, der bereits im vergangenen Jahr lange öffentlich eine ganz ähnliche Position vertreten hatte, ehe die Spiele dann doch verschoben werden mussten.

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