Kuurne: In der letzten Kurve zu weit hinten

Degenkolb wurde für einen starken Auftritt nicht belohnt

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John Degenkolb (Lotto Soudal) bei Kuurne-Brüssel-Kuurne | Foto: Cor Vos

28.02.2021  |  (rsn) - Auch wenn es nur zu Rang 17 langte, so war John Degenkolb (Lotto Soudal) einer der stärksten Fahrer bei Kuurne-Brüssel-Kuurne und präsentierte sich bei seinem Klassikerdebüt 2021 in beeindruckender Form. Der 32-jährige Oberurseler ging sowohl am Oude Kwaremont als auch am Kluisberg, dem letzten der zwölf Anstiege, in die Offensive und hielt bei der Jagd auf Mathieu van der Poel (Alpecin - Fenix) in der Verfolgergruppe das Tempo hoch.

Unterstützt von seinem 1,94 Meter großen Teamkollegen Frederik Frison zeigte sich Degenkolb immer wieder vorn im Wind und war eine der dominierenden Figuren des Rennens. Als 1,7 Kilometer vor dem Ziel die Ausreißer um van der Poel doch noch eingefangen wurden, schien die Stunde des sprintstarken Deutschen zu schlagen. Doch letztlich spielte der Mailand-Sanremo- und Paris-Roubaix-Gewinner von 2015 keine Rolle im Kampf um den Sieg.

“Ich bin etwas enttäuscht, weil das heutige Ergebnis nicht das widerspiegelt, was ich konnte“, sagte Degenkolb nach dem Rennen und fügte erklärend an: “Ich habe mich sehr stark gefühlt und für den Sprint hatte ich noch etwas Energie übrig, aber leider war ich in der letzten Kurve etwas zu weit hinten. Wir haben mit dem Team ein gutes Rennen gezeigt, aber am Ende wurde das nicht mit einem guten Ergebnis belohnt.“

Allerdings kann Degenkolb, der auf einen Start beim Omloop Het Nieuwsblad verzichtete hatte, mit seiner Form zufrieden sein, auch wenn es im Finale der Unterstützung weiterer Teams wie Bahrain Victorious gebraucht hatte, um die Ausreißer um den überragenden van der Poel, der bereits 83 Kilometer vor dem Ziel aus dem Feld heraus attackiert hatte, noch zu stellen. “Es war ein Kampf bis zum Ende. Wir mussten wirklich alle Register ziehen, um die Lücke zur Spitzengruppe zu schließen. Die Ausreißer waren sehr stark“, lobte Degenkolb das Quintett, das sich mit allen Kräften wehrte.

Die Chance, eine starke Leistung mit einem Spitzenresultat zu krönen, wird sich dem Deutschen bereits am Dienstag beim wallonischen Eintagesrennen Le Samyn bieten. “Da wird es eine neue Chance geben, und ich bin überzeugt, dass wir ein gutes Ergebnis erzielen können“, sagte Degenkolb, der es dann aber wieder mit van der Poel, zu tun bekommen wird.

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