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03.04.2021 | (rsn) - Oliver Naesen (AG2R Citroën) hat auf in den Sozialen Medien geäußerte Kritik an den Leistungen seines Teams bei den Klassikern reagiert und in dem Zusammenhang die Fan-Verehrung gegenüber Wout Van Aert (Jumbo - Visma) und Mathieu van der Poel (Alpecin - Fenix) hinterfragt.
"Wir haben viel Kritik abbekommen, aber ich denke nicht, dass wir so schlecht waren", sagte Naesen am Rande von Dwars door Vlaanderen und meinte damit sich und seinen neuen Teamkollegen Greg Van Avermaet. "Wenn man bei der E3 Classic Vierter und Sechster wird, dann zählt man sicherlich nicht zu den schlechtesten Fahrern, auch wenn man das online überall liest", fügte er an. "Greg etwa wurde bei der E3 Classic dafür kritisiert, dass er nicht mit Van Aert und van der Poel zusammengearbeitet hat, dabei war ich doch in der vorderen dabei. Das kann ich nicht nachvollziehen. Danach, als Van Aert Probleme hatte, sind wir Vollgas gefahren. Natürlich ist Wout der Liebling der Flamen. Wenn man es wagt, gegen ihn zu fahren, dann wird das schon als Majestätsbeleidigung aufgefasst. Auch gab es Kritik, dass ich am Ende nicht auf die Attacke von Asgreen (des späteren Siegers, d. Red) reagiert habe, aber ich war einfach am Limit", erklärte Naesen weiter.
Zudem könne man es manchen nie Recht machen, so der 30-Jährige weiter. “Legt man alles in eine Attacke und gibt Vollgas, ohne groß nachzudenken, heißt es, es wäre eine dumme Fahrweise. Und wenn man abwartet und clever fahren will, dann sagen Leute daheim auf der Couch vor dem TV, man sei faul", sagte der AG2R-Profi.
Dann nahm sich Naesen auch noch den Fan-Kult um Van Aert und van der Poel vor. "Jeder ist ein großer Fan der Beiden und alles, was du tust, außer ihnen das Rennen auf dem Silbertablett zu servieren, ist dann falsch. Es ist okay, dass man die beiden als heilig ansieht", so Naesen, der sich allerdings mehr Fairness in der Beurteilung der anderen Fahrer wünscht.
"Es ist ja nicht so, dass es zwei, drei gute Jungs gibt und der Rest ist schlecht. Nein, zwei sind eben super gut, aber der Rest sollte nicht als wertlos angesehen werden. Es scheint, als hätten wir plötzlich kein Anrecht mehr darauf zu existieren", sagte der Klassikerspezialist. Vor der Flandern-Rundfahrt wollte Naesen jedoch kein weiteres Öl mehr ins Feuer gießen. "Ich habe alles dazu gesagt", meinte er. Nun muss er am Sonntag seine Beine sprechen lassen, auch wenn er sich selbst nicht zum engsten Favoritenkreis zählt.
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