Auf 9. Giro-Etappe kurz vor dem Ziel gestellt

Das Maglia Azzurra kann Bouchard nicht trösten

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Geoffrey Bouchard (AG2R Citroen) auf den letzten Metern der 9. Giro-Etappe | Foto: Cor Vos

16.05.2021  |  (rsn) - Geoffrey Bouchards 22. Platz am Ende der 9. Giro-Etappe spiegelte in keiner Weise die Leistung wieder, die der AG2R-Profi auf den 158 Kilometern von Castel di Sangro zum Campo Felice abgeliefert hatte. Der Franzose war nicht nur in jeder Spitzengruppen des Tages dabei, sondern attackierte immer wieder, um seinen Traum von einem Ausreißercoup wahr werden zu lassen.

Als Bouchard neun Kilometer vor dem Ziel auch noch seinen Begleiter Simon Carr (EF Education – Nippo) abschüttelte, standen die Zeichen tatsächlich auf Sieg. Doch der 29-Jährige hatte die Rechnung ohne die Ineos Grenadiers gemacht, die ihrem Kapitän Egan Bernal in Position für einen erfolgreichen Angriff auf das Rosa Trikot bringen wollten.

So schrumpften auf den letzten Kilometern die Minuten zu Sekunden und ebenso Bouchards Hoffnungen auf den Etappensieg. Zunächst schaffte Koen Bouwman (Jumbo - Visma) auf der zwei Kilometer langen Schotterpassage noch den Anschluss. Doch den beiden saß schon die Favoritengruppe im Nacken, aus der heraus schließlich Bernal zum Sieg stürmte, wogegen Bouchard noch durchgereicht wurde.

"Mir hat am Ende ein bisschen Kraft gefehlt, aber manchmal ist das eben so. Um zu gewinnen, brauchst du gute Beine und ein wenig Glück. Ich habe alles versucht, um im Finale allein vorn zu sein, aber leider haben uns die Favoriten noch eingeholt“, bilanzierte Bouchard, der auf der Mittelgebirgsetappe durch die Abruzzen nichts unversucht gelassen hatte und deshalb auch ein wenig mit seinem Schicksal haderte: “Seit dem Beginn des Giro habe ich einiges probiert, aber nichts hat wirklich funktioniert. Und heute hat mir wieder ein bisschen zum Etappensieg gefehlt. Es liegen aber noch zwei Rennwochen vor uns und ich werde es wieder versuchen“, kündigte er weitere Attacken an.

Dabei konnte ihn nicht einmal die Tatsache trösten, dass er quasi im Vorbeifahren dem Schweizer Gino Mäder (Bahrain Victorious) das Bergtrikot abgenommen hatte. Bouchard sammelte an den ersten drei der vier Bergwertungen des Tages insgesamt 33 Punkte und durfte sich somit das Maglia Azzurra überstreifen. “Ich habe jetzt wieder ein Bergtrikot, nachdem ich es schon bei der Vuelta 2019 gewonnen habe. Aber heute war das Ziel ganz klar der Etappensieg“, stellte er klar.

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