In Andalusien schneller als Hodeg und Pedersen

Greipel zündete den Turbo wie zu besten Zeiten

Foto zu dem Text "Greipel zündete den Turbo wie zu besten Zeiten"
André Greipel (Israel Start-Up Nation) hat die 4. Etappe der Andalusien-Rundfahrt gewonnen. | Foto: Cor Vos

22.05.2021  |  (rsn) - Mit einem kraftvollen Sprint, der an seine Glanzzeiten erinnerte, sicherte sich André Greipel (Israel Start-Up Nation) auf der 4. Etappe der Andalusien-Rundfahrt (2.Pro) seinen zweiten Saisonsieg. Den ersten hatte der mittlerweile 38-jährige Hürther erst vor fünf Tagen zum Abschluss der Mallorca-Challenge (1.1) eingefahren, nachdem er zuvor 841 Tage hatte warten müssen.

Bei seinem 158. Profisieg vollendete Greipel nach 183 Kilometern zwischen Baza und Cullar Vega die mustergültige Vorarbeit seiner Teamkollegen, wobei sich im Finale vor allem Daryl Impey und Rick Zabelals letzter Anfahrer hervortaten. Zabel lancierte seinem an vierter Position lauernden Landsmann den Sprint perfekt, ehe Greipel seinen Turbo etwa 250 Meter vor dem Ziel zündete und mit mehreren Radlängen Vorsprung Alvaro Hodeg (Deceuninck - Quick-Step), Mads Pedersen (Trek - Segafredo) und Alexander Kristoff (UAE Team Emirates) auf die Plätze verwies.

"Ich denke, ich hatte einen guten Sprint", sagte Greipel, der schon früh die Faust ballen konnte, gewohnt nüchtern und lobte seine Teamkollegen. "Wir haben wieder einmal gezeigt, dass Israel Start-Up Nation mit sehr erfahrenen Fahrern wie Impey und Zabe leinen richtig starken Sprintzug hat. Die beiden haben wieder einmal gezeigt, dass sie zu den besten Anfahrern im Peloton zählen. Ich bin sehr glücklich, dass ich die starke Vorarbeit des Teams vollenden und den nächsten Sieg einfahren konnte."

Mit diesem Erfolg gegen namhafte Konkurrenz zeigte Greipel zudem, dass sein Formaufbau für den Giro d`Italia wohl perfekt gewesen wäre. Ursprünglich stand die erste GrandTour des Jahres im Rennkalender des Routiniers, der dann allerdings genau wie Zabel zu Gunsten der Klassementambitionen aus dem Aufgebot genommen worden war.

Am Samstag zum Abschluss der viertägigen Rundfahrt steht noch eine wellige Etappe an. Auf seine Chancen angesprochen, entgegnete Greipel: "Wir genießen jetzt heute erst einmal den Tag. Morgen wird es sehr schwer mit einem Anstieg kurz vor dem Ziel. Aber wir schauen, was möglich ist."

 

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