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Tour-Etappenzweiter in Andorra

Valverde am Limit: “Wichtiger war mir, nicht zu stürzen“

Foto zu dem Text "Valverde am Limit: “Wichtiger war mir, nicht zu stürzen“"
Alejandro Valverde (Movistar) gratuliert Sepp Kuss (Jumbo - Visma) im Ziel der 15. Tour-Etappe | Foto: Cor Vos

11.07.2021  |  (rsn) - Vier Etappensiege konnte Alejandro Valverde (Movistar) in seiner langen Karriere bei der Tour de France feiern - der bisher letzte datiert aus dem Jahr 2012, als der mittlerweile 41-jährige Spanier auf der damaligen 17. Etappe in Peyragudes als Solist die beide Briten Chris Froome und Bradley Wiggins mit 19 Sekunden Vorsprung auf die Plätze verwies.

Neun Jahre später fehlten Valverde auf dem 15. Teilstück von Ceret nach Andorra-Stadt 23 Sekunden auf den US-Amerikaner Sepp Kuss (Jumbo - Visma), der sich seinerseits den ersten Tour-Tageserfolg in seiner noch vergleichsweise kurzen Laufbahn sicherte.

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Den schien Valverde dem 15 Jahre jüngeren Kuss von Herzen zu gönnen, zählte er doch im Ziel zu dessen ersten Gratulanten. “Mit Platz zwei bin ich zufrieden, auch wenn der Sieg natürlich viel schöner gewesen wäre“, bestätigte der Weltmeister von 2018 kurz darauf die Fernsehbilder, die zeigten, wie er lächelnd dem noch sichtlich erschöpften Kuss den Arm um die Schulter legte.

“Seine Attacke war sehr stark und dann die Lücke von 15 bis 20 Sekunden zu schließen, war sehr kompliziert. Er kennt den Berg bergauf und bergab auswendig, er ist perfekt gefahren“, lobte Valverde den in Andorra lebenden Kletterspezialisten, der sich im Beixalis-Anstieg, dem letzten von vier Bergen des Tages, rund 20 Kilometer vor dem Ziel aus der Ausreißergruppe gelöst hatte.

Nur der Movistar-Routinier, der als einziger Fahrer seines Teams den Sprung in die 32-köpfige Fluchtgruppe geschafft hatte, konnte mit einiger Verzögerung folgen, überquerte 20 Sekunden nach Kuss den Gipfel und konnte den Rückstand in der Abfahrt noch um einige Sekunden verringern.

Doch das letzte Risiko ging Valverde in der rasenden Abfahrt nicht ein, wie er eingestand. “In einigen Kurven bergab bin ich an mein Limit gegangen, weil ich gewinnen wollte. Aber noch wichtiger war es mir dann, nicht noch zu stürzen. Auf einer solchen Abfahrt kann man sich echt wehtun“, sagte Valverde, dem es zumindest gelang, die weiteren Verfolger auf Distanz zu halten und seinem Team das bisher beste Ergebnis bei der 108. Tour zu bescheren.

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