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Stimmen zur 18. Tour-Etappe

Cavendish: “Nach dem Sprint war für mich die Etappe vorbei“

Foto zu dem Text "Cavendish: “Nach dem Sprint war für mich die Etappe vorbei“"
Wilco Kelderman (Bora - hansgrohe) auf der 18. Tour-Etappe | Foto: Cor Vos

15.07.2021  |  (rsn) - Wir sammeln für Sie nach jeder Etappe der 108. Tour de France die ersten Kommentare der Protagonisten, die Sie kurz nach dem Zieleinlauf hier nachlesen können.

Tadej Pogacar (UAE Team Emirates / Etappengewinner und Gelbes Trikot): "Es ist unglaublich. Nach gestern habe ich mich immer noch gut gefühlt. Es ist wirklich verrückt. Ich freue mich über den Sieg. Seit ich in die Tour gestartet bin, ist es ein Spiel für mich. Ich genieße es zu spielen. Es sind noch drei Tage, aber es sieht gut aus im Moment. Es war superhart. Am Tourmalet war das Tempo schon richtig hoch und du vergisst alles um dich. Im Finale war es echt das Maximum. Wir werden schauen, im Zeitfahren will ich immer das Beste geben. Manchmal gibt es schlechte Tage, aber hoffentlich ändert sich nichts mehr. Natürlich kannst du sechs Minuten noch verlieren, ich fühle mich aber voller Selbstvertrauen.

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Jonas Vingegaard (Jumbo - Visma / Etappen - und Gesamtzweiter): "Ich hatte nicht meinen besten Tag heute und habe enorm gelitten. Ich bin darum wirklich zufrieden mit Platz zwei auf der Etappe und im Klassement. Vermutlich geht es in der dritten Woche niemandem mehr wirklich gut. Zweiter in der Gesamtwertung zu sein ist einfach Wahnsinn nach. Jetzt will ich die Etappe morgen noch überleben und dann sehen wir weiter. Nach dem Ausscheiden von Roglic war diese Tour ein großer Lernprozess. Ich werde versuchen den zweiten Platz zu verteidigen".

Gabriel Rasch (Sportdirektor Ineos Grenadiers): "Wir wollten unbedingt was machen, hatten geplant, Geraint Thomas oder Michael Kwiatkowski in eine der Gruppen zu schicken. Aber das hat nicht geklappt. Wir wollten das Rennen dann kontrollieren, nicht zu hart machen, um genug Leute im Finale zu haben. Wir hatten Hoffnungen, dass Richard Carapaz was im Sprint machen kann, aber Pogacar war am Ende zu stark. Es war ein guter Versuch und ich bin zufrieden, wie die Jungs heute agiert haben. Es war schwierig, mit dem Kampf um das Bergtrikot und das kannst du dann fast nicht kontrollieren. Es gab viele Interessen, für uns lief es aber gut. Die Gruppe war nie weit weg. Gaudu war gefährlich, deshalb wollten wir ihn nicht wegfahren lassen.

Wilco Kelderman (Bora - hansgrohe / Gesamtfünfter): "Es war nicht großartig, da ich mich nach dem Sturz nicht so gut gefühlt habe. Es war ein großer Kampf am letzten Berg. Wir wussten, dass es die letzte Bergetappe ist und darum ist jeder noch einmal All-In gegangen. Emu (Buchmann) und Patrick (Konrad)  haben mich gut unterstützt. Emu war bis zum Ende fast dabei, bis zu den letzten zwei Kilometern. Das war perfekt. Ich denke, ich kann mich noch um einen Platz verbessern, aber Rang fünf ist sehr gut. Am Samstag gibt es dann noch den letzten Kampf.

Emanuel Buchmann (Bora - hansgrohe): "Ich habe mich heute besser gefühlt. Eigentlich war es fast normal, so wie es sein sollte. Im Finale konnte ich wieder Wilco helfen. Er ist wieder gut gefahren und es sieht gut aus, dass wir die Top 5 erreichen. Ich habe an den Tourmalet gute Erinnerungen, das war damals eine gute Etappe und auch heute ist es wieder gut gelaufen. Von dem her mag ich die Etappe. Für Top 5 sieht es gut aus, im Zeitfahren sollte Wilco stark sein und auch stärker als in der ersten Woche. Da war er vom Sturz noch behindert. Wir können zufrieden sein, so wie es gelaufen ist."

David Gaudu (Groupama - FDJ): "Der Tourmalet ist einer meiner Lieblingsanstiege in meinem Lieblingsgebirge. Ich habe gesagt, ich werde attackieren. Es war alles oder nichts. Ich wollte einen Vorsprung herausfahren, um nicht mit Pogacar und Vingegaard ins Finale zu gehen, wo sie stärker als ich gewesen wären. Als ich ganz alleine unten angekommen bin, gab es Gegenwind, das war schwierig. Schade, dass Pierre Latour auf der Abfahrt mein Hinterrad nicht halten konnte. Es hat nicht geklappt mit dem Etappensieg, aber es hat Spaß gemacht. Wir sind nur noch zu viert in der Mannschaft, aber wir wollen etwas zeigen. Es bleibt uns noch eine Chance mit Stefan Küng - er hat eine kleine Idee im Hinterkopf für das Zeitfahren…“

Enrico Poitschke (Sportdirektor Bora - hansgrohe): "Wir sind heute sehr zufrieden. Die Mannschaft hat wieder einen hervorragenden Job gemacht und Wilco hat das Optimum herausgeholt, würde ich sagen. Es gab auch keine Möglichkeit, um irgendwo anzugreifen, denn das Tempo war vom Tourmalet weg sehr hoch und eigentlich ging es nur darum, möglichst lange dranzubleiben. Wilco hat das sehr gut gemacht und auch Emu ist heute wirklich stark gefahren und war bis zum Finale vorne dabei. Am Ende haben die Beine entschieden und Wilco ist mit O’Connor ins Ziel gefahren. Die Leistung hat gestimmt und wie gesagt, das war heute das Optimum.“

Mark Cavendish (Deceuninck - Quick-Step / Grünes Trikot): "Es hätte viel einfacher sein können… es war den ganzen Tag über rein und raus. BikeExchange fuhr hart an dem Anstieg vor der Sprintwertung, das hat schon Energie gekostet. Aber Morkov und ich haben noch vor Matthews Punkte geholt. Da war für mich die Etappe vorbei. Ich bin diesen Anstieg zehn Mal hochgefahren, und zehn Mal habe ich ihn gehasst. Ich weiß, was meine Teamkollegen für mich tun, und ich bin bewegt, weil es schon seit dem Start der Tour de France so geht. Ich würde gerne noch mindestens eine Etappe gewinnen.“

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