Vom vierten auf den zehnten Platz der Tour

Auf der letzten Pyrenäenetappe stürzte Uran im Klassement ab

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Rigoberto Uran (EF Education - Nippo) | Foto: Cor Vos

15.07.2021  |  (rsn) - Seit der 9. Etappe der108. Tour de France lag Rigoberto auf Podiumskurs. In Tignes verbesserte sich der Kolumbianer zunächst vom vierten auf den dritten Platz, um zwei Tage später in Malaucene auf der der Ventoux-Etappe sogar auf Rang zwei vorzurücken. Und bis zur 17. Etappe deutete einiges darauf hin, dass der mittlerweile 34-Jährige sein bisher bestes Tour-Ergebnis von 2017 wiederholen könnte - damals wurde Uran überraschend Zweiter hinter Chris Froome, der seinen vierten Gesamtsieg feierte.

Doch auf der gestrigen Königsetappe büßte der Kapitän von EF Education - Nippo im Schlussanstieg zum Col du Portet bereits 1:49 Minuten auf den überragenden Tadej Pogacar (UAE Team Emirates) ein und fiel vom zweiten auf den vierten Platz zurück. Schon da war angesichts eines Rückstands von 1:34 Minuten auf den drittplatzierten Richard Carapaz (Ineos Grenadiers) der Traum vom Podium fast vorbei.

Doch auf der letzten Pyrenäenetappe kam es noch viel schlimmer. Bereits drei Kilometer unterhalb des Gipfels des Tourmalet verlor Uran den Kontakt zur Favoritengruppe und brach danach regelrecht ein. Trotz der Unterstützung seiner Teamkollegen Magnus Cort und Neilson Powless büßte er auf den letzten 37 Kilometern Minute um Minute auf die Gruppe um Pogacar ein und erreichte schließlich 8:58 Minuten nach dem Slowenen, der in Luz Ardiden auch die letzte Bergankunft dieser Tour für sich entschied, das Ziel auf 1.720 Metern Höhe.

In der Gesamtwertung stürzte der Südamerikaner vom vierten auf den zehnten Rang ab bei nunmehr 16:25 Minuten Rückstand auf das Gelbe Trikot. Da der unmittelbar vor ihm platzierte Pello Bilbao (Bahrain Victorious) bereits 2:37 Minuten Vorsprung auf Uran hat, dürften dessen Chancen, sich im Zeitfahren am Samstag noch verbessern zu können, denkbar gering sein.

Immerhin dürfte Uran bei seiner achten Tour de France zum vierten Mal in den Top Ten das Rennen beenden. Dem zweiten Platz von 2017 folgten ein vorzeitiger Ausstieg im Jahr darauf sowie die Positionen sieben und acht in den beiden vergangenen Jahren.

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