Dookola Mazowsza

Nolde holt sich nach Krimi noch den zweiten Gesamtrang

Von Christoph Adamietz

Foto zu dem Text "Nolde holt sich nach Krimi noch den zweiten Gesamtrang"
Tobias Nolde (Mitte) freut sich mit seinen Teamkollegen von P&S Metalltechnik über seinen zweiten Gesamtrang bei der Dookola Mazowsza | Foto: P&S Metalltechnik

17.07.2021  |  (rsn) - Tobias Nolde (P&S Metalltechnik) hat am Schlusstag der Dookola Mazowsza (2.2) in Polen nicht nur seinen Podiumsplatz verteidigt, sondern sich noch auf den zweiten Platz in der Gesamtwertung vorgeschoben.

"Für Tobi ist das fantastisch. Man muss sagen, dass wir den zweiten Platz gewonnen haben. Für Tobi war das das Maximum an Ausbeute. Das freut uns für ihn. Das gesamte Team ist wieder ein tolles Rennen gefahren", freute sich Lars Wackernagel, Teamchef bei P&S Metalltechnik, gegenüber radsport-news.com

Der 22-jährige Nolde, der als Dritter im Klassement in die 165 Kilometer lange Schlussetappe gegangen war, war Teil einer Ausreißergruppe, die es vor dem Feld ins Ziel schaffte und dabei den Tagessieg unter sich ausmachte. Nolde überquerte als Vierter den Zielstrich, direkt vor ihm landete der Norweger Eirik Lunder (Coop), der sich durch die Zeitbonifikation den Rundfahrtsieg sicherte. Wäre Nolde vor Lunder Dritter geworden, hätte der Deutsche sogar die gesamte Rundfahrt gewonnen.

"Das Ziel heute war, das Podium mit Tobi zu halten. Wir wussten, dass Alan Banaszek (vor der Etappe Gesamtvierter, mit nur zwei Sekunden Rückstand auf Nolde und der Sprintstärkere, d. Red) alles daran setzen würde, um noch auf das Podium zu kommen. Das hat er auch an den Sprintwertungen souverän gemacht", berichtete Wackernagel.

Somit war Nolde virtuell seinen Podiumsplatz los. "Aber dann attackierte Tobi gemeinsam mit einem Fahrer von Elkov, was richtig clever war. Hinten musste das Team von Banaszek nachfahren, haben es aber nicht gemacht, und dann waren sie in der Zwickmühle", so Wackernagel, dessen Schützling Nolde in der Zwischenzeit von vier Fahrern Begleitung bekommen hatte. "Vorne fuhren fünf Mann die letzten 35 Kilometer am Anschlag und hinten die Polen von Mazowsza. Das war ein echter Krimi", meinte Wackernagel.

Die Schlussetappe gewann der Finne Antti-Jussi Juntunen (Ampler Development). Mit Philipp Weber (KED Stevens) auf Rang acht konnte sich noch ein zweiter Deutscher in den Top Ten der Tageswertung platzieren. Im Gesamtklassement wurde Noldes Teamkollege Robert Jägeler Siebter.

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